Fünf Feuer gelegt: Unbekannte sorgen seit Mai für Verunsicherung und Ermittlungen in Marienhagen

Täter stiften in Marienhagen Brände und Angst

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Die Chronologie der Brandstiftungen: Am 15. August brannte ein Getreidefeld in Marienhagen (u.l.), 280 Strohballen standen am 31. August in Flammen (oben) und am 8. November legten Unbekannte in einer Scheune am Ortsrand Feuer.

Jedes neue Feuer in Marienhagen verstärkt die Unsicherheit der Menschen im Ort: Seit dem 4. Mai sorgen unbekannte Brandstifter für nächtliche Einsätze in dem Vöhler Ortsteil.

Fünf Brände, ein finanzieller Schaden, der bei etwa 80 000 Euro liegen dürfte und der Einsatz von rund 200 Feuerwehrleuten: Seit dem 6. Mai ermittelt die Polizei in Marienhagen wegen mehrfacher Brandstiftung. Neben den finanziellen Verlusten, wächst in dem Vöhler Ortsteil auch die Verunsicherung. „Wenn wir die Brände im Zusammenhang sehen, dann müssen wir feststellen, dass die Größenordnung steigt“, sagt Vöhls Bürgermeister Matthias Stappert, „das macht einem Angst.“ Angefangen hatte die Serie der Brandstiftungen in der Nacht vom 6. Mai, als erst eine Mülltonne und schließlich das angrenzende Bushäuschen brannten. 5000 Euro hat die Gemeinde inzwischen im Haushalt für die Erneuerung des Unterstands veranschlagt.

Im August folgten dann im Abstand von 15 Tagen gleich drei Einsätze: Am 15. August um 23 Uhr wurden die Wehren wegen brennender Rundballen und 25 Meter Getreidefeld, das in Flammen stand, gerufen. Ein Jäger berichtete später, er habe Stimmen am Brandherd gehört. Am 25. August brannten um 1.30 Uhr Stoppelfeld und Stroh. Und sechs Tage später sorgte dann ein Großbrand für Aufmerksamkeit: 280 Strohballen standen in Flammen, die Feuerwehr löschte mehr als zwölf Stunden lang. In der vergangenen Woche steckten Unbekannte dann eine Scheune am Dorfrand an – verletzt wurde niemand, die Polizei bezifferte den Schaden aber auf 60 000 Euro. (resa)

Mehr zu den Folgen der Brandstiftungen in Marienhagen lesen Sie in der WLZ am 15. November.

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