Treffpunkt für Wanderer, Radfahrer, Einwohner und Gäste der Jugendburg 

"Tor zum Orketal": Rastplatz mit Extras

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Schutzhütte als neuer Treffpunkt im Ort: Finanziert wurde der Erlebnisrastplatz an der Orke durch den Verein 775 Jahre Ederbringhausen und aus Leadermitteln. 

Vöhl-Ederbringhausen. Das „Tor zum Orketal“ soll mehr sein als ein Rastplatz am Knotenpunkt mehrerer Rad- und Wanderwege. Die gerade errichtete Schutzhütte ist als Rastplatz für Touristen gedacht, als Ort zum Feiern für Einheimische und als Platz zum Lernen für junge Besucher der Jugendburg Hessenstein. Ermöglicht wurde der Hüttenbau aus Leader-Mitteln sowie durch Geld des Vereins 775 Jahre Ederbringhausen.

Acht mal sechs Meter groß ist die aus massivem Holz entstandene Schutzhütte, sie hat Fenster und bietet genügend Sitzgelegenheiten. „Die Tür soll immer offen sein“, sagt Eckhard Mehrhoff, Vorsitzender des Vereins 775 Jahre Ederbringhausen.

Geöffnet ist sie für diejenigen, die über Eder-, Oranje- oder Lichtenfelser Radweg des Weges kommen und für Wanderer auf dem Kellerwaldsteig oder dem Fernwanderweg X 1. Auch für wiederkehrende Veranstaltungen wie die Ederbiketour und den Wandermarathon soll die Schutzhütte Anlaufstelle werden, ebenso für örtliche Feste wie das Maibaumaufstellen und das Osterfeuer genutzt werden.

Mehr als 700 Arbeitsstunden

Mit der Jugendburg und dem örtlichen NABU habe es bereits Gespräche gegeben über eine pädagogische Zusammenarbeit, unter anderem sollen zwei besondere Wanderwege konzipiert werden. „Damit fängt die Arbeit jetzt erst richtig an“, sagte Ortsvorsteher Volker König.

Etwas mehr als 25 000 Euro sind aus Leadermitteln der EU in den Schutzhüttenbau geflossen. Unterstützt hatte die Förderung der Kellerwaldverein. Stellvertretender Vorsitzender Hartmut Spogat lobte, dass durch solche Vorhaben „unsere Orte für die Zukunft erhalten“ würden. Der Verein 775 Jahre Ederbringhausen hat 13 000 Euro beigesteuert und zudem mehr als 700 Arbeitsstunden investiert, unter anderem beim Gießen des Betonbodens.

Der Motor sei Eckhard Mehrhoff gewesen, so König. In Zukunft setze er darauf, dass der ganze Ort anpacke bei Veranstaltungen. Die Holzarbeiten hatte Kevin Kastens aus Goddelsheim übernommen.

Im Haushalt der Gemeinde Vöhl sei für das kommende Jahr Geld bereitgestellt, um wie geplant den Spielplatz aus dem Ort neben die Schutzhütte auf die Wiese zu verlegen, sagte Bürgermeister Matthias Stappert. Damit werde der Bereich an der Orketalhalle „zu einer neuen Mitte für Ederbringhausen“. Dass man sich mit einem solchen Erlebnisrastplatz noch stärker im Tourismus profilieren könne, betonte Lisa Küpper, Regionalmanagerin des Kellerwaldvereins.

Irmhild Weber von der Dorf- und Regionalentwicklung beim Landkreis berichtete, dass seit 1997 1,8 Millionen Euro in Leader-Projekte der Gemeinde – privat und kommunal – investiert wurden. Rund 600 000 Euro sind an Zuschüssen geflossen. Die offizielle Einweihung der Schutzhütte ist am 1. Mai 2019.

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