Versammlung der Feuerwehren der Gemeinde Vöhl 

Versprechen der Politik: „Ihr habt die volle Unterstützung“

Sie wurden befördert: Bürgermeister Matthias Stappert (links) und Gemeindebrandinspektor Bernd Schenk (hinten rechts) mit den beförderten Einsatzkräften.

Vöhl. Eine Diskussion um die Unterstützung der Feuerwehren der Gemeinde Vöhl entbrannte bei der Jahreshauptversammlung der Wehren in Basdorf am Freitagabend. Mit Blick auf Kontroversen in den politischen Gremien sagte Gemeindebrandinspektor Bernd Schenk: „Es ist traurig, dass Leistungen schnell vergessen werden und die Feuerwehr nur als hoher Kostenfaktor gesehen wird.“ Ein Überblick über die wichtigsten Themen.

Hintergrund für Schenks Aussagen war eine Sitzung der Gemeindevertretung, in der über den Kauf eines neuen Fahrzeugs für die Wehr in Vöhl diskutiert wurde. Ein Hinweis war: Das derzeitige Fahrzeug habe noch TÜV, vielleicht könne man den Kauf noch hinausschieben. Schenk forderte eine Wertschätzung der ehrenamtlichen Arbeit ein. Karl-Heinz Stadtler, Vorsitzender der Gemeindevertretung, entgegnete, dass man dankbar sei für die Arbeit, die die Wehren leisten. „Ihr habt die volle Unterstützung der Gemeinde und Gremien.“

Bürgermeister Matthias Stappert betonte: „Auch wenn in den Gremien manches hinterfragt wird: Wir wissen, dass wir entsprechende Fahrzeuge und Ausrüstung brauchen.“ Kritik sei zwar zulässig, aber „unbegründet und teils falsch“. Er versprach den Wehren seine volle Unterstützung.

Einsätze

106 Einsätze, davon 40 im Bereich Feuer, hatten die Vöhler Wehren im Jahr 2017 und damit 35 weniger als ein Jahr zuvor. Zu den größeren Einsätzen gehörten das Feuer am Nationalparkzentrum Herzhausen, Scheunen- und Stallbrände in Schmittlotheim und Altenlotheim und eine Rettung von Wanderern an der Kahlen Hardt. Die Helfer vor Ort wurden 100 Mal alarmiert und sind 68 Mal vor Ort gewesen.

Personal

262 Aktive sind ehrenamtlich dabei und damit fünf weniger als 2016. Erstmals seit fünf Jahren habe es damit wieder einen Rückgang gegeben. Es dürfe nicht zu einer Abwärtsspirale kommen, sagte Schenk. Jeder Bürger sei aufgerufen, dazu seinen Teil beizutragen. Schon jetzt gebe es tagsüber in manchen Ortsteilen Probleme, genügend Einsatzkräfte zu mobilisieren. Außerdem müssten die Einsatzkräfte motiviert werden, die Basislehrgänge zu absolvieren. Das Interesse sei nicht gerade hoch.

Kinder/Jugend

Neun Jugendfeuerwehren und drei Kinderfeuerwehren gibt es in der Gemeinde Vöhl. In den Jugendwehren sind 97 Mädchen und Jungs aktiv, in den Kinderwehren 45. Neue kamen durch die Aktionen an der Ederseeschule Herzhausen und der Grundschule Vöhl hinzu. Dort verbrachten die Brandschützer mit den vierten und fünften Klassen je zwei Schulstunden, berichtete Gemeindejugendfeuerwehrwartin Miriam Mehring. Die Werbeaktion soll fortgesetzt werden. 100 Kinder wurden außerdem bei der Brandschutzerziehung geschult.

Lob

Sowohl Bernd Schenk als auch Matthias Stappert lobten die Aktiven der Wehren. Rund 12 000 Stunden Arbeit seien geleistet worden, sagte der Gemeindebrandinspektor. „Man sieht, was eine Gemeinschaft alles bewirken kann. Ihr seid der beste Beweis.“ Dass die Aktiven mit Stolz auf ihre Leistungen blicken könnten, betonte der Bürgermeister.

Beförderungen

Befördert zum Oberlöschmeister wurden: Hans Jürgen Sauer (Asel), Martin Koppe (Buchenberg), Patrick Zarges (Kirchlotheim), Nicole Beckmann und Jan Hendrik Klein (Obernburg), Alexander Jelgin und Marvin Zölzer (Schmittlotheim), Sebastian Bönisch, Jan Eric Günther und Ricardo Winter (Vöhl). Hauptlöschmeister wurden Björn Wiesemann (Obernburg) und Lena Knoche (Schmittlotheim). Brandmeister sind jetzt Kai Breßler (Ederbringhausen), Heiko Schäl (Marienhagen) und Mirko Bock (Schmittlotheim). Hauptbrandmeister ist Björn Knoche (Schmittlotheim).

Ehrungen

Geehrt wurden bei der Versammlung Mark Reichel mit dem Brandschutzehrenabzeichen in Silber für 25 Jahre und Klaus-Dieter Siegert mit dem Abzeichen in Gold für 40 Jahre aktiven Dienst. Das Hessische Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold ging an Marvin Zölzer (Schmittlotheim), Christian Schröder und Alfred Lappat (Vöhl).

Anerkennungsprämien gingen für zehn Jahre aktiven Dienst an: Heiko Bledl (Basdorf), Tobias Stadtler (Marienhagen), Lena Knoche (Schmittlotheim), Jan Eric Günther (Vöhl). Für 20 Jahre: Thorsten Wrage (Asel), Manuel Störmer (Dorfitter), Timo Scheffel (Ederbringhausen), Christian Döhler (Marienhagen), Jens Dietzel (Obernburg). Für 30 Jahre: Thomas Ruch (Asel), Martin Bärenfänger (Buchenberg), Markus Fleck (Ederbringhausen), Stefan Hille (Harbshausen), Rainer Stracke (Herzhausen), Jochen Schnautz (Thalitter), Otmar Kann (Ederbringhausen). 40 Jahre aktiv sind Klaus-Dieter Siegert (Asel) und Willi Stadtler (Marienhagen).

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