"Onkel Hermann" auch mit Fördermitteln umgesetzt - Eröffnung spätestens im Oktober

Viktor Jelgin eröffnet Geschäft in Schmittlotheim neu 

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In Arbeit: Der „Onkel Hermann Laden“ wird von Viktor und Ina Jelgin (vorne) gebaut und betrieben, und unterstützt von (hinten, von links) Irmhild Weber, Kerstin Ziegler, Karsten Kalhöfer, Karl Suck und Lisa Küpper. 

„Tante Emma Läden“ gibt es viele, in Schmittlotheim ist jetzt der „Onkel Hermann Laden“ im Entstehen.

Unter diesem Namen eröffnet Viktor Jelgin den Lebensmittelmarkt im Ort wieder, nachdem er im vergangenen Herbst geschlossen wurde.

Hermann hieß der Erbauer des Gebäudes und erste Ladeninhaber, erklärt Ina Jelgin. „Und die Einheimischen kannten ihn als Onkel Hermann“, sagt ihr Mann Viktor. Ein Schild mit dem Namen darauf gibt es bereits, der Rest ist im Werden. Im September, spätestens im Oktober wird der Markt seine Türen öffnen.

Jelgin stellt sich mit Sortiment und Angebot breit auf: Es gibt eine Fleischtheke für frische Produkte, Backwaren, das frühere Lager wird zum Getränkemarkt, es wird eine Kaffee- und Snackbar geben, außerdem eine Außenterrasse, einen Paketshop und Ladestationen für E-Bikes. Sein Ziel sei es gewesen, möglichst viele Angebote zu bündeln, sagt Fleischermeister Viktor Jelgin. 120 Quadratmeter groß wird die Verkaufsfläche insgesamt sein.

Lückenschluss im Süden der Gemeinde

Unterstützt wird Jelgin dabei nicht nur von seiner Ehefrau und dem Rest der Familie, sondern auch von offizieller Seite – was letztlich auch eine hohe Förderung des Projekts ermöglicht hat. Unter anderem haben Vöhls Bürgermeister Karsten Kalhöfer und Schmittlotheims Ortsvorsteherin Kerstin Ziegler positive Stellungnahmen abgegeben. Man schaffe mit dem Laden Infrastruktur, von der die Bevölkerung einen Nutzen habe, sagt Kalhöfer. Aus Sicht der Gemeinde Vöhl sei der Markt ein Lückenschluss im Süden. Seit der Marktschließung im vergangenen Jahr „fehlte hier etwas“.

Auch touristisch sei der „Onkel Hermann Laden“ wichtig, das betont Kerstin Ziegler. Die Rad- und Wanderwege der Region seien gut genutzt, sagt sie. Und den Menschen im Ort sei gerade in der Corona-Zeit „bewusst geworden, wie sehr ein Laden fehlt“.

Bei rund 440 000 Euro brutto liegen die geplanten Kosten. Und weil damit so viele Bereiche abgedeckt werden und die Versorgung für den Ort und die nähere Umgebung sichergestellt wird, ist die Förderquote deutlich höher als sonst bei Vorhaben von Privatpersonen, sagt Irmhild Weber vom Landkreis. Bei 65 Prozent liegt die Förderquote, am Ende wird Jelgin einen Zuschuss von gut 240 000 Euro bekommen. Zu den Unterstützern des Vorhabens gehört auch der Fachdienst Dorf- und Regionalentwicklung des Landkreises sowie der Kellerwaldverein.

Viele Unterstützer des Vorhabens

Das Geld stammt aus Bundes- und Landesmitteln für die Förderung der ländlichen Entwicklung. Viktor Jelgin sagt, dass er zwar letztlich gerade stehe für den „Onkel Hermann Laden“, dass er aber dennoch das Gefühl habe, dass es ein Gemeinschaftsprojekt sei. Nicht nur aus Schmittlotheim und der Gemeinde werde er unterstützt, sondern auch vom Landkreis, freut er sich.

Der Schmittlotheimer steht hinter dem Projekt und glaubt daran, dass viele Kunden kommen werden. Vor einem Jahr hatte er in den näheren Orten zu einer Umfrage aufgefordert, die Rückmeldungen seien positiv gewesen. Nach der Eröffnung gelte es dann, sagt Bürgermeister Kalhöfer, möglichst viele Bürger mitzunehmen und das Geschäft mit Leben zu füllen.

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