Sperrungen aufgehoben

Nach Bombendrohung auf Rathaus: Täter stellt sich - Persönliche Gründe als Motiv

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Polizei-Einsatz in Vöhl (Nordhessen): Die Straßen rund um das Rathaus sind am Donnerstagnachmittag nach einer Bombendrohung gesperrt.

Nach der Bombendrohung gegen das Rathaus in Vöhl (Hessen) hat die Polizei den Täter ermittelt. Er stellte sich schließlich selbst. Persönliche Gründe gelten als Motiv des Mannes.

  • Am Donnerstagnachmittag gibt es eine Bombendrohung gegen das Rathaus in Vöhl.
  • Das Gebäude in Vöhl im Landkreis Waldeck-Frankenberg (Nordhessen) wird geräumt.
  • Die Polizei, die mit Spürhunden sucht, findet keine Bombe.
  • Der Tatverdächtige stellte sich schließlich bei der Polizei und stand die Tat.

Update von Mittwoch, 26.02.2020, 14.54 Uhr: Nach der Bombendrohung gegen das Rauthaus in Vöhl im Landkreis Waldeck-Frankenberg (Hessen) hat die Kriminalpolizei Korbach nun einen Tatverdächtigen ermittelt. Der Mann, ein 47-Jähriger aus Vöhl, stellte sich schließlich selbst bei der Polizei und stand die Tat. Laut Polizei gelten persönliche Gründe als Motiv.

Bombendrohung gegen Rathaus Vöhl (Hessen): Polizei sucht mit Spürhund nach Bombe

Update von Donnerstag, 20.02.2020, 18.26 Uhr: Ein bislang noch unbekannter Mann hat am Donnerstagnachmittag bei der Gemeinde Vöhl im Landkreis Waldeck-Frankenberg (Nordhessen) angerufen und mit einer Bombe im Rathaus gedroht. Nach der Räumung des Rathauses, die laut Polizei komplikationslos und ruhig in weniger Minuten erfolgte, wurden die Zufahrtswege und auch die Fußgängerzone zum Gebäude weiträumig durch die Polizei gesperrt.

Mit einem angeforderten Sprengstoffspürhund wurde das gesamte Gebäude durchsucht. Es wurde kein Sprengstoff gefunden, sodass das Gebäude um 16.35 Uhr wieder freigegeben werden konnte, teilte die Polizei mit. Zur selben Zeit wurden auch die äußeren Absperrmaßnahmen wieder aufgehoben.

Nach Bombendrohung gegen Rathaus Vöhl: Kriminalpolizei ermittelt

Wie die Polizei in einer Pressemitteilung mitteilt, führt nun die Kriminalpolizei Korbach Ermittlungen wegen "Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten". In diesem Zuge laufen auch die Ermittlungen zurIdentität des Anrufers auf Hochtouren, teilt die Polizei mit. Der Stimme nach handele es sich um einen Mann, der Deutsch ohne erkennbaren Akzent sprach. Das Motiv ist noch unklar. Bei einem Ermittlungserfolg habe der Täter laut Polizei außer der Strafe damit zu rechnen, dass ihm die entstandenen Einsatzkosten in Rechnung gestelllt werden können.

Update von Donnerstag, 20.02.2020, 17.07 Uhr: Auf Nachfrage der WLZ sagte Polizeisprecher Dirk Richter, dass man aktuell zum Motiv nichts sagen könne. Die Beamten sind mit den Ermittlungen beschäftigt.

Vöhls Bürgermeister Karsten Kalhöfer erreichte die WLZ* auf dem Handy. Er berichtete, dass der Anruf des Unbekannten in seinem Vorzimmer eingegangen sei. Er selbst habe den Anruf nicht entgegengenommen. „Wir haben sofort die Polizei alarmiert“, sagte der Rathaus-Chef. Unmittelbar danach seien das Rathaus mit Nebengebäude und Bauhof geräumt worden. „Für mich war oberste Priorität, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Sicherheit gebracht werden. Wir sind daraufhin alle in die Henkelhalle gegangen“, so Kalhöfer. Insgesamt rund 20 Mitarbeiter harrten dort aus und warteten darauf, dass die Polizei den Bereich um das Rathaus wieder frei gab.

Wie unsere Zeitung eben auf Nachfrage bei der Polizei erfuhr, wurde das Gebäude von den Beamten durchsucht. Es wurde keine Bombe gefunden. Mit einem Spürhund durchsuchte eine Polizistin das Gebäude, wurde aber nicht fündig. Die Straßen rund um die Gemeindeverwaltung wurden daher wieder freigegeben. Das Gebäude kann auch wieder betreten werden.

Bombendrohung in Vöhl: Anrufer drohte mit einer Bombe im Rathaus

Erstmeldung von Donnerstag, 20.02.2020, 16.25 Uhr: Am Donnerstagnachmittag ist per Anruf eine Bombendrohung bei der Gemeindeverwaltung in Vöhl im Landkreis Waldeck-Frankenberg (Nordhessen) eingegangen. Wie die Polizei berichtete, drohte der unbekannte Anrufer damit, dass zu einer bestimmten Zeit im Rathaus in Vöhl im Landkreis Waldeck-Frankenberg (Nordhessen) eine Bombe hochgehen würde. 

Das Gebäude wurde nach der Bombendrohung auf Anweisung der Polizei sofort geräumt. Zu einer Explosion kam es zu der vom Anrufer genannten Zeit nicht. Aus Sicherheitsgründen bleibt das Rathaus weiterhin geräumt. Personen kamen nicht zu Schaden. 

Bombendrohung gegen Rathaus in Vöhl: Kindergartenkinder in Sicherheit gebracht

Wie die WLZ* erfuhr, wurden auch Kinder, die im Außenbereich des benachbarten Kindergartens spielten, von den Erzieherinnen aus Sicherheitsgründen wieder zurück in den Kindergarten geholt.   

Die Straßen rund um das Vöhler Rathaus sind derzeit gesperrt. Es kann zu Verkehrsbehinderungen kommen.

Bombendrohung im Landkreis Northeim - 

Erst vor zwei Wochen hat ein Unbekannter in einem Fotoladen in Einbeck im Landkreis Northeim in Niedersachsen angerufen und eine Bombendrohung sowie einen Raubüberfall zuvor bei der Polizei angekündigt. Der Anrufer sprach gegenüber der Geschäftsinhaberin des Fotoladens in Einbeck die Bombendrohung aus und gab vor, in dem Geschäft am Marktplatz in Einbeck im Landkreis Northeim eine Bombe hinterlegt zu haben. Daraufhin riegelten die eingesetzten Polizeibeamten den Marktplatz in Einbeck sofort ab und evakuierten die anliegenden Gebäude. Bei der Durchsuchung des Wohnhauses nach verdächtigen Gegenständen kamen auch Spürhunde der Polizeidirektion Göttingen zum Einsatz. Eine Bombe wurde laut Polizei zum Glück aber nicht gefunden, sodass die Absperrung wieder aufgehoben werden konnte. 

Die Hintergründe zu den Drohanrufen auf den Fotoladen in Einbeck waren zu diesem Zeitpunkt noch völlig unklar. Ein Polizeisprecher sagte zum Zeitpunkt der angekündigten Bombendrohung im Landkreis Northeim in Niedersachsen, dass man natürlich allen Hinweisen und Drohungen nachgehen müsse.

dau

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