Essen, trinken und ein Zeichen setzen

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Probesitzen am Sportplatz: Dort soll am 17. Juni der Tag der offenen Gesellschaft gefeiert werden, zu dem Bürgermeister Matthias Stappert (links) und Karl-Heinz Stadtler, Vorsitzender der Gemeindevertretung, alle einladen.

Vöhl. „Wir wollen in einem Staat wie unserem leben, mit Demokratie, Freiheit und Religionsfreiheit“, sagt Karl-Heinz Stadtler, Vorsitzender der Vöhler Gemeindevertretung. Derzeit gebe es viele Menschen, die „gegen“ etwas seien. Vöhl will deshalb ein Zeichen setzen und für Offenheit, Pluralität und Demokratie eintreten. Am Samstag, 17. Juni, lädt die Gemeinde zum „Tag der offenen Gesellschaft“ ein.

Der Pfarrer habe ihn auf die Idee gebracht, als er ihm von der „Initiative Offene Gesellschaft“ in Berlin berichtet habe, sagt Stadtler. Nach einem kurzen Gespräch mit Bürgermeister Matthias Stappert war klar: Die Gemeinde will dabei sein beim „Tag der offenen Gesellschaft“. „Wir wollen zeigen, dass wir offen sind für Neues, und auch offen für Flüchtlinge“, begründet Stadtler. 

Auch Europa solle in den Fokus gerückt werden, denn „Europa hat uns in den vergangenen 70 Jahren Frieden gegeben“, sagt Stappert. Das Datum sei dabei bewusst gewählt worden, wie Stadtler erläutert. Am 17. Juni 1953 habe der Volksaufstand in der DDR stattgefunden, bis 1990 sei an diesem Datum der Tag der deutschen Einheit gefeiert worden. Ein symbolträchtiger Tag, wie Matthias Stappert sagt. Der soll nun mit dem „Tag der offenen Gesellschaft“ wieder aufleben.

Los geht es am Samstag, 17. Juni, ab 18 Uhr am Sportplatz in Vöhl. Kommen kann jeder, (Camping-)Tische und -Stühle müssen mitgebracht werden, ebenso Essen und Getränke. Zumindest symbolisch wolle man dann an einer langen Tafel Platz nehmen und das Gespräch suchen: mit anderen Einheimischen, aber auch mit Flüchtlingen. 

Offen und zwanglos soll der Abend sein. Man wolle einfach Menschen zusammenbringen, sagt Karl-Heinz Stadtler, und dabei für Offenheit, Toleranz, Demokratie und Freiheit eintreten. Weil die Veranstaltung im muslimischen Fastenmonat Ramadan liegt, wird an diesem Abend gegen 21.15 Uhr auch gemeinsam das Fastenbrechen begangen. Um einen passenden Rahmen für den besonderen Tag zu haben, sind Chöre, Sänger, Musikvereine und Gruppen eingeladen, sich mit ihrer Musik an der Veranstaltung zu beteiligen.

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