Kostenlose Energieberatung für Bauherren

Vöhler Henkelhalle soll barrierefrei werden

+
 Barrierefreier Zugang: Das Vöhler Parlament debattierte darüber, ob der Eingang zur Henkelhalle barrierefrei wird.

Ein barrierefreier Zugang zur Henkelhalle soll geschaffen werden. Das war Thema bei der Sitzung der Vöhler Gemeindevertreter.

Vöhl – In der letzten Sitzung des Jahres haben die Vöhler Gemeindevertreter zahlreiche Themen abgearbeitet. Ein Überblick:

Barrierefreiheit

Ein barrierefreier Zugang zur Henkelhalle soll geschaffen werden, das forderten Freie Wähler, CDU, SPD und BI Grüne Liste in einem gemeinsamen Antrag. Am Seiteneingang gebe es zwar eine Rampe, sagte Silvia Steiner (FW). Aber die sei fast schon das Gegenteil von barrierefrei. Zahlreiche Dorfgemeinschaftshäuser in der Gemeinde seien nicht geeignet für Menschen mit Behinderung, „aber irgendwo müssen wir anfangen“.

Die Rampe ist zu steil, die Tür öffnet zur falschen Seite, sagte SPD-Fraktionschef Volker König über „die gute Stube der Gemeinde“. Man solle aber keinen Schnellschuss machen, sondern zunächst die Kosten ermitteln. Wenn man nur auf den Eingangsbereich schaue, sei das zu eng gefasst, sagte Gertmann Sude, Fraktionschef der CDU. Man müsse auch andere Formen der Behinderung im Blick haben. Was dann mit den anderen Ortsteilen sei, wollte Jochen Dohl wissen, FW-Fraktionssprecher.

Sollten umfangreichere Änderungen geplant sein, sagte Bürgermeister Karsten Kalhöfer, „muss uns klar sein, dass das dauert. Wir müssten an vielen Stellschrauben ansetzen“. Am Ende votierte das Parlament dafür zu prüfen, mit welchen Mitteln die Umsetzung realisiert werden könnte und welche Förderungen es gibt.

Energieberatung

Allen Bauherren, die von der Gemeinde ein Baugrundstück kaufen, wird künftig eine kostenlose Energieberatung angeboten. Das entschieden die Gemeindevertreter bei vier Enthaltungen. Die BI Grüne Liste hatte den Antrag eingebracht. Bauherren müssten sich dringend kundig machen, wie sich Energie einsparen lasse oder wie sie Alternativ gewonnen werden könne, sagte Fraktionschefin Susanne Kubat. Während Gertmann Sude darin ein Alleinstellungsmerkmal für die Gemeinde sah, sprach Volker König von einem „zukunftsweisenden“ Vorschlag. Dass die meiste Energie eingespart werde, wenn man nicht neu baue, sagte Silvia Steiner (FW). Zudem wisse man nicht, wie sich gesetzliche Vorgaben in den kommenden Jahren entwickeln. Dass auch Besitzer älterer Immobilien eingeschlossen werden sollten, die ihr Eigenheim energetisch sanieren wollen, sagte FDP-Chef Heinrich Heidel. Nun soll es noch eine weitergehende Ausarbeitung zum ursprünglichen Antrag geben.

Zweitwohnungssteuer

Die aktuelle Berechnung der Zweitwohnungssteuer ist verfassungswidrig. Nun muss die Gemeinde Vöhl, ebenso wie andere Kommunen, die Satzung ändern. Einstimmig votierten die Parlamentarier für eine neue Satzung, die auf Rat des hessischen Städte- und Gemeindebunds zustande gekommen ist.

Rund 66 000 Euro nimmt die Gemeinde durch die Steuer im Jahr 2019 ein. Mit der neuen Bemessungsgrundlage wäre die Einnahme um gut 10 000 Euro gesunken. Damit das nicht passiert, wurde der Steuersatz von aktuell zwölf auf 15 Prozent angehoben.

Streuobstwiese

Eine Streuobstwiese möchte die CDU in Dorfitter anlegen. Auf eine gut 8200 Quadratmeter großen Gelände nahe des Baugebiets In der Schlade sei das eine gute Ergänzung zum benachbarten FFH-Gebiet mit Naturdenkmal. Positiv findet Volker König das Ansinnen, fragte aber auch, wer die Pflege übernehme, die Anpflanzung und ob das Areal ein mögliches Baugebiet sei. Auch Axel Großmann, Mitglied der Freien Wähler und Ortsvorsteher in Dorfitter, stellte diese Fragen. Der Ortsbeirat habe deshalb noch nicht abschließend Position bezogen.

Anfang des Jahres gebe es ein Gespräch mit der Hessischen Landgesellschaft über Flächen für die Umgehung. Dieses soll nun abgewartet und danach entschieden werden.  (ren)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare