Vöhler Gotteshaus nach Sanierung im Innern mit Festgottesdienst wieder eingeweiht

Martinskirche erstrahlt in neuem Glanz

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Pfarrer Jan Friedrich Eisenberg in der sanierten Martinskirche.

Vöhl. Mehr als ein Jahr haben die Arbeiten im Innern der Martinskirche in Vöhl gedauert, nun wurde das Gotteshaus mit einem feierlichen Gottesdienst wieder eingeweiht. Groß gefeiert wird DAS Gotteshaus an Pfingstmontag, 21. Mai: Dann wird die Kirche 175 Jahre alt.

„Noch vor zwei Monaten hat man sich kaum vorstellen können, dass wir an Ostern fertig sind“, sagte Pfarrer Jan Friedrich Eisenberg zu Beginn seiner Predigt. Doch zumindest der Großteil der Arbeiten ist abgeschlossen. Der Alterraum soll noch neu gestaltet und damit einheitlicher werden. Die unterschiedlichsten Elemente wie das Taufbecken, die Antependien und das Abendmahlsgeschirr aus verschiedenen Materialien wie Ton sollen erneuert werden. Auch das Kreuz, das auf dem Altar steht, könnte ausgetauscht werden. Im Vergleich zur Kirche sei es viel zu klein, so Eisenberg. Kunsthistoriker der Landeskirche unterstützen die Arbeiten im Alterraum.

Der Posaunenchor Vöhl spielte im Festgottesdienst.

Doch der Großteil der Martinskirche ist bereits jetzt fertig. Die Gemeindemitglieder hatten bei zwei Versammlungen ihre Wünsche geäußert. Hellm, warm und freundlich sollte das Innere werden. Jetzt erstrahlen die Wände in einem Brombeer-Farbton. Genauso sei die Farbgebung der Kirche im Jahr der Erbauung 1843 gewesen, das hätten Untersuchungen herausgefunden, sagte Eisenberg. Die Bänke, ebenso die Orgel und die Empore sind hellgrau gestrichen worden, nachdem sie neu aufgearbeitet wurden. Jede einzelne Pfeife aus der Orgel, insgesamt 1386 Stück, wurden ausgebaut, gereinigt, wieder eingesetzt und gestimmt. Außerdem wurde ein neues Lichtkonzept entwickelt, das mittels LED für mehr Helligkeit im Gotteshaus sorgt, Schwerhörige können nun dank einer technischen Schleife alles mitbekommen.

Tradition und Moderne sollen nun verbinden sein. Die Arbeiten seien jetzt so aufwendig gewesen, „wie es im nächsten halben Jahrhundert sicher nicht wieder passieren wird“, sagte der Pfarrer. Den letzten Innenanstrich in der Kirche gab es Anfang der 1970er-Jahre.

Lob für die Neugestaltung

Bei den Besuchern des Gottesdienstes am zweiten Ostertag kam das Ergebnis sehr gut an. Viele lobende Worte waren zu hören. Auch Karin Meuser, die beim Gottesdienst die Orgel spielte, freute sich über die neue Optik der alten Kirche.

Gemeinsam mit Mitgliedern des Kirchenvorstands war Pfarrer Eisenberg in die Kirche eingezogen, die Vorkonfirmanden hatten ein Anspiel zu Ostern vorbereitet und eine Taufe rundete den Einweihungsgottesdienst ab. Anschließend gab es bei einem Glas Sekt noch ein gemütliches Beisammensein und jeder konnte sich die neu gestaltete Kirche ansehen.

575 000 Euro hat die Sanierung im Innern insgesamt gekostet. Durch Spenden hat die Vöhler Kirchengemeinde selbst rund 120 000 Euro beigesteuert. Landes- und Kreiskirche übernehmen die restlichen Kosten.

Info: Zum 175. Geburtstag der Martinskirche, der an Pfingstmontag gefeiert wird, wird es auch einen Projektchor geben. Dieser trifft sich am Samstag, 14. April, ab 15 Uhr im Gemeindehaus neben der Kirche. Alle Interessierten sind eingeladen.

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