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Ortsumgehung Dorfitter: Strecke ist größtenteils asphaltiert

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Von: Stefanie Rösner

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Ein massives Brückenbauwerk wird am Südanschluss entstehen. Dafür sind zurzeit umfangreiche Erd- und Gründungsarbeiten im Gange. Hier wird eine so genannte Sauberkeitsschicht aufgetragen, bevor das Fundament für das Widerlager der Brücke geschaffen wird.
Ein massives Brückenbauwerk wird am Südanschluss entstehen. Dafür sind zurzeit umfangreiche Erd- und Gründungsarbeiten im Gange. Hier wird eine so genannte Sauberkeitsschicht aufgetragen, bevor das Fundament für das Widerlager der Brücke geschaffen wird. © Stefanie Rösner

Ein großer Bereich der neuen Ortsumgehung von Dorfitter ist fertig asphaltiert. Seit dem 9. September bis diese Woche haben die Arbeiten zwischen dem nördlichen Ende der Baustelle und der neuen Kuhbachtalbrücke gedauert.

Tragschicht, Binderschicht und Deckschicht – insgesamt 30 Zentimeter dick – sind aufgetragen worden, erklärte der Bauleiter Rainer Mitze bei einem Pressetermin an der Baustelle. In der kommenden Woche soll ein weiterer Straßenfertiger schmalere Bereiche asphaltieren, zum Beispiel die Auffahrten zum Anschluss Nord, der so genannten Holländischen Rampe.

Am Nordanschluss der Ortsumgehung Dorfitter soll es in der kommenden Woche mit der Asphaltierung weitergehen.
Am Nordanschluss der Ortsumgehung Dorfitter soll es in der kommenden Woche mit der Asphaltierung weitergehen. © Stefanie Rösner

Außerdem soll ein bereits asphaltierter Wirtschaftsweg, den Anlieger und Nutzer des Sportplatzes verwenden, erneuert werden. Dieser war im Zuge der Bauarbeiten in den vergangenen Monaten aufgrund der schweren Laster in Mitleidenschaft gezogen worden. Nach diesen Tätigkeiten werden laut dem Straßen- und Verkehrsmanagement Hessen Mobil insgesamt 25 000 Quadratmeter Asphalt verbaut sein.

Seit Juli 2021 laufen die Streckenarbeiten. Insgesamt wurden rund 185 000 Kubikmeter Boden für den Abschnitt zwischen der Kuhbachtalbrücke und dem nördlichen Ende der Umgehung bewegt, informierte Dr. Hellwig Kamm.

Im Süden von Dorfitter ist in dieser Woche die Kuhbach verlegt worden. Der Bach verläuft nun geradeaus. Der alte Verlauf soll verfüllt werden. Dort entsteht zurzeit der Untergrund für einen Brückenpfeiler. Diese Brücke wird die Ortsteile Obernburg und Dorfitter verbinden sowie für den Radweg dienen. Am anderen Ende der künftigen Brücke wird derzeit die Basis für das Widerlager geschaffen. Eine riesige Wand aus Spritzbeton ist dort bereits entstanden, wo vorher noch Fels und Bäume standen. Von der Bundesstraße 252 aus ist diese gut sichtbar.

Der Blick von der Rampe in Richtung Korbach: Die Asphaltierungsarbeiten auf der Hauptstrecke wurden planmäßig abgeschlossen.
Der Blick von der Rampe in Richtung Korbach: Die Asphaltierungsarbeiten auf der Hauptstrecke wurden planmäßig abgeschlossen. © Sarah Volk

Für Verkehrsteilnehmer wird sich erst im nächsten Jahr etwas ändern. Ungefähr ab Mitte Februar sollen auf Höhe des Bahnhofes Itter die Bäume gefällt werden, erläuterte Rainer Mitze. Auch der Hang dort muss weichen, damit die Kurve entschärft wird. Die Arbeiten werden so aufwendig und nahe an der jetzigen Straße sein, dass die Bundesstraße dann gesperrt werden muss. „Hinzu kommen fünf Monate für den Straßenbau“, erklärt Mitze. Autos werden währenddessen voraussichtlich über Vöhl und Alraft umgeleitet, Lastwagen über Bad Wildungen.

Bis Mitte 2024 soll die gesamte Ortsumgehung fertig sein. Die Baubetriebe klagen nach Auskunft des Bauleiters Mitze über erheblichen Personalmangel. Trotzdem habe er keinerlei Zweifel daran, dass der Zeitplan eingehalten werden kann. Die Gesamtkosten werden nach aktuellem Stand mit 33,9 Millionen Euro beziffert.

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