Referentin vom Landesbetrieb Landwirtschaft: Betriebsgröße wichtiger Faktor, Effektivität Schlüssel zum Erfolg

Vortrag über Zukunft der Landwirtschaft

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Die Referentin Anne Marwick vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen nimmt als Dank für ihren Vortrag über die Zukunft der Landwirtschaft im Landkreis einen Präsentkorb von Kreislandwirt Fritz Schäfer entgegen.

Vöhl-Herzhausen. Wie gut sind die Landwirte in Waldeck-Frankenberg aufgestellt und welche Entwicklungen sind maßgeblich für die Zukunftsplanung? In einem Vortrag im Nationalparkzentrum in Herzhausen gab Anne Marwick Einblicke in Vergangenheit und Zukunft.

Die Referentin vom Fachbereich Ökonomie des Landesbetriebs Landwirtschaft des Landes Hessen (LLH) prophezeite einen großen Wandel und gute Perspektiven für jene Landwirte, die bei Effizienz und Effektivität die besten Werte hätten.  Dem Bauern, der am liebsten alleine mit dem Trecker übers Feld tuckert, gibt sie nur noch im Nebenerwerb eine Chance.

Die Wachstumsgrenze in der Fläche liegt bei 100 Hektar, beim Milchvieh bei 100 Tieren – dieser Aufwand ließe sich nicht im Alleingang bewältigen. 

Bislang gibt es im Landkreis mehr Nebenerwerbslandwirte als im Landesdurchschnitt (Kreis 66 Prozent/Land 63 Prozent) und verhältnismäßig mehr Dauergrünland (33,2/28,6). 

Die wachstumsträchtige Betriebsgröße von über 100 Hektar haben in Waldeck-Frankenberg acht Prozent der Betriebe (Hessen zwölf Prozent). Auch die Ertragsentwicklung ausgewählter Früchte liegt in der Mittelgebirgsregion unter dem Landesschnitt. 

Im Ökolandbau ist Hessen mit einem Anteil von zwölf Prozent Fläche und elf Prozent bei den Betrieben führend; die Werte im Kreis liegen bei 8,2 und 9,2 Prozent. Zwar habe die Region ihre führende Rolle bei der Milchproduktion behalten, sehe ich aber nun mit der Entwicklung konfrontiert, dass das Verbraucherverhalten nur eines von vielen Elementen sei, die Einfluss auf den Milchpreis nehmen. Auch Politik und der Klimawandel seien maßgebliche Faktoren. (ahi)

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