Gut fünf Hektar Douglasienwald zwischen Marienhagen und Obernburg vernichtet

Waldbrand: Letzte Glutnester gelöscht, Kontrollen in der Nacht

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Das Wasser für die Löscharbeiten wird derzeit durch einen Pendelverkehr an die Einsatzstelle gebracht.

MARIENHAGEN/OBERNBURG. Zu einem Waldbrand kam es am Dienstagnachmittag zwischen Marienhagen und Obernburg. Es gab eine Festnahme. 

+++ Aktualisiert um 15.33 Uhr +++

Zu einem größeren Waldbrand zwischen Marienhagen und Obernburg kam es am Dienstagnachmittag gegen 15.30 Uhr. Vier bis fünf Hektar Douglasienwald wurden in der Gemarkung Kindeloh zerstört. Mehr als 200 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Die Polizei nahm einen 22-Jährigen vorübergehend fest.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr wurden gegen 15.22 Uhr alarmiert und sind derzeit dabei, das Feuer zu bekämpfen.

An einer Stelle war das Feuer ausgebrochen, durch Wind wurde es weiter verteilt, sagte Gemeindebrandinspektor Bernd Schenk. Die Brandbekämpfung gestaltete sich wegen der andauernden Trockenheit äußerst schwierig, teilte Volker König, Sprecher der Polizei, mit. Die Polizeistation Korbach hat die Ermittlungen zur Brandursache übernommen. Bislang steht noch nicht fest, warum der Brand ausgebrochen ist. „Es kann keine Möglichkeit ausgeschlossen werden.“ 

Die Polizei hat zwar noch am Dienstagnachmittag einen 22-jährigen Mann aus der Gemeinde Vöhl vorläufig festgenommen und Beweismittel sichergestellt, doch stehe noch nicht fest, ob das Feuer durch Brandstiftung ausgebrochen und ob der 22-Jährige dafür verantwortlich sei, so König. Daher wurde der Mann am Abend wieder entlassen. Nun wird weiter ermittelt. 

Gegen 17.30 Uhr am Dienstagabend war das Feuer unter Kontrolle, berichtete Bernd Schenk. Dennoch waren weiterhin Nachlöscharbeiten nötig. Sogar aus Bad Arolsen, Korbach und Sachsenhausen waren in der Nacht zu Mittwoch Flutlichtfahrzeuge gekommen, um das Waldgebiet auszuleuchten und die Vöhler Wehren zu unterstützen. Die Polizei schätzt den Schaden auf einen mittleren fünfstelligen Betrag.

Landwirte unterstützten die Einsatzkräfte mit Güllefässern voller Wasser beim Transport zur Brandstelle. Dafür dankte Bernd Schenk. Einen Dank richtete er ebenso an die Bewohner von Marienhagen: Sie brachten schon am Dienstagabend Getränke und Essen für die Feuerwehrkräfte. 

Polizei sucht Hinweise

Am Mittwochnachmittag waren soweit alle Glutnester gefunden und gelöscht, so Schenk. In der Nacht auf Donnerstag sollte es aber noch regelmäßig Kontrollen geben. Die betroffene Waldfläche gehört Hessen-Forst. Wie es dort weitergeht und wie groß der Schaden an den Bäumen tatsächlich ist, kann man noch nicht einschätzen, sagt Martin Berthold, stellvertretender Leiter des Forstamts Vöhl. „Im Moment ist es generell zu trocken, um weitere Schritte zu unternehmen.“ 

Erst am 6. Juli war eine Scheune am Ortsrand von Marienhagen bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Damals war die Polizei von Brandstiftung ausgegangen. Ob es möglicherweise einen Zusammenhang zum aktuellen Fall gibt, ist noch unklar. Die Polizei ist weiterhin auf der Suche nach Zeugen. Hinweise an die Polizeistation Korbach unter Tel. 05631/971-0 oder an jeder andere Polizeidienststelle.

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