Frank Isken und Karsten Kalhöfer präsentierten ihre Ziele - Wahl am 26. Mai

WLZ-Wahlforum: Vöhler Bürgermeisterkandidaten stellten sich vielen Fragen

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Wahlforum in Vöhl: (von links) WLZ-Redaktionsleiter Thomas Kobbe, die beiden Kandidaten Frank Isken und Karsten Kalhöfer sowie WLZ-Redakteurin Julia Renner. 

Vöhl. Das Interesse war riesig: Rund 400 Zuhörer haben am Donnerstagabend das Wahlforum der Waldeckischen Landeszeitung in Vöhl besucht. Mittendrin waren die beiden Bürgermeisterkandidaten Frank Isken (FDP) und Karsten Kalhöfer (parteilos). Die Wahl findet am Sonntag, 26. Mai statt. 

Isken und Kalhöfer stellten sich zum einen den Fragen des Moderators und WLZ-Redaktionsleiters Thomas Kobbe. Darüber hinaus nutzten auch viele Zuhörer die Gelegenheit und fühlten den Kandidaten zu verschiedenen Themen auf den Zahn. Wir haben die wichtigsten zusammengefasst.

Investitionen in Vöhl

Karsten Kalhöfer sagte, dass eine Grundsteueranhebung immer der fantasieloseste Weg sei, um Einnahmen zu generieren. „Den möchte ich daher nicht gehen. Mein Ziel ist es, eine Person im Rathaus zu installieren, die sich hauptamtlich und gezielt damit befasst, nach Fördergeldern und Zuschüssen zu suchen und diese anzuzapfen. Ich höre immer wieder, dass es Programme gibt, die noch nicht berücksichtigt wurden. Mit dem Geld können wir Investitionen in der Gemeinde tätigen.“

Frank Isken will Investitionen ebenfalls ohne die Erhöhung der Grundsteuer finanzieren. „Ich will mich dafür einsetzen, dass sich weiter Menschen in Vöhl niederlassen und zusätzliches Gewerbe angesiedelt wird. Die daraus resultierenden Steuereinnahmen sind die Basis für Investitionen in der Gemeinde.“ Parallel wolle er sich natürlich auch um Fördermittel bemühen. „Das sehe ich aber als eine der zentralen Aufgaben des Bürgermeisters. Wir sollten keine Person extra dafür einsetzen und gegebenenfalls zusätzliche Kosten verursachen.“

Tourismus

„Wir müssen ganz gezielt für Vöhl als Urlaubsregion am Edersee werben – und zwar mit Messeauftritten, Imagefilmen und einem klaren Marketingkonzept. Das müssen wir gemeinsam mit der Edersee-Touristik machen. Künftig müssen wir auch noch stärker den Fokus darauf legen, dass wieder jüngere Menschen an den See kommen“, sagte Frank Isken.

Karsten Kalhöfer wies darauf hin, dass die Gemeinde Vöhl für die Entwicklung und Verbesserung des Tourismus Beiträge an die dafür verantwortliche Edersee-Touristik bezahle. „Wir können aber nur das einfordern, wofür wir letztlich zahlen. Wenn wir das auf professioneller Ebene weiterbetreiben wollen, müssen wir darüber nachdenken, die Edersee-Touristik auch finanziell entsprechend auszustatten.“ 

Senioren und Sauna: Besucher fragten nach

Beim WLZ-Wahlforum waren auch die Besucher aufgerufen, Fragen an die Kandidaten zu stellen. Das taten sie zuhauf, weshalb hier nur eine kleine Auswahl abgebildet werden kann. 

Nora Langendorf aus Vöhl stellte die Frage, was die Kandidaten als Bürgermeister tun wollen, damit ältere Menschen so lange wie möglich daheim in Vöhl leben können. „Wir müssen wirkliche Ideen entwickeln, dass unsere älteren Menschen so lange wie möglich in ihrem gewohnten Umfeld bleiben können. Natürlich ist es schön, dass unser Supermarkt Lebensmittel nach Hause liefert. Doch die Menschen haben auch im Alter ein großes Recht, am gesellschaftlichen Leben teilnehmen“, sagte Karsten Kalhöfer. Der Bürgerbus in Basdorf sei hierfür genau richtig, das Projekt ließe sich ausweiten. „Außerdem müssen wir unsere Wanderwege künftig noch mehr so entwickeln, dass sie auch für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen zu benutzen sind.“ „Wir müssen konsequent für Barrierefreiheit an den Stellen sorgen, wo sich die Menschen aufhalten. Der andere Punkt ist, dass wir den älteren Menschen – egal ob sie fit oder in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt sind – deutlich vor Augen führen, dass sie noch gebraucht werden“, sagte Frank Isken. Er wolle die Vereine hier mit ins Boot holen, um generationsübergreifende Angebote, bei denen beispielsweise Jüngere von der Lebenserfahrung Älterer profitieren können, auszubauen. 

Wie geht es mit der Sauna in Vöhl weiter?

Gleich mehrere Zuhörer wollten von den Kandidaten wissen, wie sie zu einer Wiedereröffnung der Sauna in Vöhl stehen. Frank Isken dazu: „Ich bin ein Gegner des Rückbaus von Infrastruktur – gerade in einer Gemeinde, die vom Tourismus lebt.“ Karsten Kalhöfer sagte: „Ich halte die Sauna für eine sehr sinnvolle Ergänzung unseres Infrastrukturangebotes.“ Beide Kandidaten kündigten an, das Thema „Mögliche Wiedereröffnung der Sauna“ auf die Tagesordnung zu setzen. 

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