Chöre in der Region geleitet

Dirigent Klaus-Peter Faring nach 47 Jahren in Külte feierlich verabschiedet

Zünftige Verabschiedung: für seinen scheidenden Chorleiter stellte der gemischte Chor Külte ein kleines Konzertprogramm auf die Beine.
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Zünftige Verabschiedung: für seinen scheidenden Chorleiter stellte der gemischte Chor Külte ein kleines Konzertprogramm auf die Beine.

Nach 47 Jahren hört Klaus-Peter Faring als Chordirigent auf. Grund für eine Abschiedsfeier in Külte.

Volkmarsen-Külte – Eine standesgemäße Verabschiedung haben die Sänger des gemischten Chores Külte ihrem langjährigen Leiter bereitet. „Ich bin überwältigt“, erklärte Klaus-Peter Faring nach gut neunzig Minuten voller Erinnerungen und Chorgesang.

Grund zum Staunen

Nach sage und schreibe knapp 47 Jahren sagte der Külter dem Taktstock Adieu. Neben seinen Chorsängern waren viele Weggefährten in die Nordwaldeckhalle gekommen, die sich für einen Abend vom Handballmekka zur Konzerthalle wandelte.

Einen persönlichen Rückblick auf die gemeinsame Zeit präsentierte Ilse Tilenius und sprach damit vielen Sängern aus dem Herzen. „Wenn ich zurückblicke, was Klaus in den über vierzig Jahren für das Dorf geleistet hat, kann ich nur staunen“, erklärte das Gründungsmitglied des gemischten Chores.

Viele Feste begleitet

Als gerade 23 Jahre junger Lehrer habe Klaus-Peter Faring damals die Chorleitung übernommen und seither jedes Weihnachtsfest, jede Konfirmation und sämtliche Dorffeste begleitet.

Auszeichnung für besondere Verdienste: Bruno Mecke, Vorsitzender des Waldeckischen Sängerbundes, ehrte Klaus-Peter Faring (r.) für stolze 47-jährige Chorleitertätigkeit in Külte.

Mit dem Kinderchor studierte Faring Musicals und Singspiele ein und ging mit seinen Sängern auf Reisen, darunter mehrere Kirchentage, deren Auftritte allen Beteiligten in besonderer Erinnerung geblieben sind. „Wir sind traurig, dass er uns verlässt, aber auch dankbar für die vielen schönen Jahre“, unterstrich Ilse Tilenius.

Das Lob des Dirigenten

Als Geschenk nahm Klaus-Peter Faring einen überdimensionalen Notenschlüssel entgegen. Im Jahr 1974 sei er zum Chor gekommen „wie die Jungfrau zum Kinde“, erklärte der scheidende Leiter, der seinen Sängern eine tolle Gemeinschaft bescheinigte.

Die Entscheidung, die Chorleitung abzugeben, sei ihm schwergefallen. Oft habe seine Familie hinter den Choraktivitäten zurückstehen müssen. Nun wolle er mehr Zeit mit der Familie verbringen, sagte Faring, der sich auf Reisen mit Ehefrau Gisela freut.

Botschafter für Külte

Die Hoffnung, dass ihr scheidender Leiter im Chor weitersinge, unterstrichen die stellvertretende Vorsitzende Anke Blum und Trajan Päckert, der mehrfach als Dirigent eingesprungen war und auch die Verabschiedung musikalisch leitete.

Farings Wehmut könne er ein Stück weit nachfühlen, erklärte Bürgermeister Hartmut Linnekugel vor dem Ende seiner eigenen bald 24-jährigen Dienstzeit. Linnekugel und Ortsvorsteher Gerhard Laabs bezeichneten Klaus-Peter Faring als Botschafter für Külte und Aushängeschild für den Verein.

Ehrung

Eine Ehrennadel für besondere Verdienste überreichte Bruno Mecke im Namen des Waldeckischen Sängerbundes (WSB). In gerade für Chöre schwierigen Zeiten verliere der WSB mit Faring einen sehr engagierten Chorleiter, die ohnehin dünn gesät seien. Auch bei den Bezirkskonzerten waren die Külter stets präsent. Bernd Reuter vom Männergesangverein Liedertafel Einigkeit Twiste erinnerte an besondere Auftritte und brachte mit seinen Sängern drei Ständchen mit. Vertreter der heimischen Kirchen gratulierten ebenfalls. (Sandra Simshäuser)

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