Kritische Fragen zur Höhe der Kosten konnten mit guten Argumenten beantwortet werden

Alternativlos: Stadtverordnete einstimmig für neues Feuerwehrhaus in Külte

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Keine Chance für eine Erweiterung. Das Feuerwehrhaus in Külte soll nun am Stadtweg in Richtung Volkmarsen neu gebaut, der Gebäudekomplex nebst DGH (rechts) verkauft werden

Volkmarsen-Külte. Nach intensiver Prüfung aller möglichen Alternativen werden die Volkmarser in den sauren Apfel beißen und für 725.000 Euro ein neues Feuerwehrhaus in Külte bauen.

Das hat das Stadtparlament bei seiner Sitzung am Donnerstagabend beschlossen.

Als „alternativlos“ fasste Ute Moldenhauer (FWG) als Vorsitzende des Bauausschusses die Beratungen zusammen und gab die einstimmigeBeschlussempfehlung aus dem Ausschuss bekannt.

Auch er stehe hinter der Entscheidung, bekannte SPD-Fraktionsvorsitzender Bruno Kramer, allerdings sei er noch nie so häufig auf ein kommunalpolitisches Thema angesprochen worden wie zum Neubau des Feuerwehrhauses in Külte. Deshalb sei es angebracht, wenn Bürgermeister Linnekugel noch einmal sämtliche Fakten darlege.

Linnekugel verwies auf die vierseitige Sachverhaltsdarstellung, die als Magistratsvorlage verteilt wurde und stellte fest: Der technische Prüfdienst habe das Gebäude aus mehreren Gründen „auf Rot“ gestellt. Mehrere Vorschriften zum Arbeitsschutz seien nicht eingehalten. Das müsse dringend geändert werden. Ein Umbau auf dem vorhandenen Gelände und ein Anbau an das benachbarte Dorfgemeinschaftshaus sei nicht möglich, weil der Nachbar damit nicht einverstanden sei. So bleibe nur der Neubau.

Zur Teilfinanzierung müssten Dorfgemeinschaftshaus und Feuerwehrhaus verkauft werden. Nach Abzug des Landeszuschusses und der Eigenleistung der Feuerwehr sei noch mit einem städtischen Eigenanteil von 411.000 Euro zu rechnen.

Dazu kommentierte SPD-Sprecher Kramer: „Wenn die Feuerwehrleute schon freiwillig für unsere Sicherheit Dienst leisten, dann sollen für sie auch die gleichen Arbeitsschutzrichtlinien gelten wie für andere Mitarbeiter.“

Der Külter Ortsvorsteher und CDU-Stadtverordneter Gerhard Laabs stellte fest, es sei zwar bedauerlich, dass das Feuerwehrhaus zur Mitfinanzierung des Neubaus verkauft werden müsse. Der Ortsbeirat sehe aber ein, dass der Brandschutz Vorrang habe.

Der FWG-Stadtverordnete Klaus Teppe bekräftigte mit Blick auf die vielen kritischen Fragen aus der Bevölkerung: „Ja, der Neubau ist richtig und wichtig und notwendig. Es geht darum die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr zu erhalten. Wir müssen als Stadtverordnete Entscheidungen mit Weitblick fassen.“

Auf Nachfrage des Stadtverordneten Arno Walprecht von der Unabhängigen Liste berichtete Stadtbrandinspektor Kai Wiebausch, dass die Külter Feuerwehr in der Vergangenheit immer zwischen 25 und 50 Einsätze pro Jahr gefahren sei. Neun Külter stellten regelmäßig die Tagesbereitschaft und verstärkten damit auch die Sicherheit in Volkmarsen.

Bei der anschließenden Abstimmung gab es keine Gegenstimmen für den Neubau des Feuerwehrhauses am Stadtweg, der 2019 beginnen soll.

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