Anwohner im Ehringer Neubaugebiet sammeln Unterschriften

Bedenken gegen neuen Ehringer Mobilfunkmast

Zwei Frauen mit Unterschriftenmappen stehen an einem Feldweg und zeigen auf den nahen Waldrand.
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Sie wollen keinen 5G-Mobilfunkmast am Waldrand nur wenige hunderte Meter hinter ihren Gärten in Ehringen am Randsbreiter Weg: Sonja Siebert-Engelhard (rechts) und Klavdiia Deiker (links) haben 170 Unterschriften gegen die Telekom-Pläne gesammelt.

Sie haben sich bewusst für ein Baugrundstück am Randsbreiter Weg entschieden und waren sich sicher, dass der freie Blick auf den Waldrand unverbaubar bleiben würde.

„Wenn wir das vorher gewusst hätten, dann hätten wir uns ein anderes Grundstück hier oder in einer anderen Stadt ausgesucht“, sagt Klavdiia Deiker, die mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter gerade ein kleines Häuschen am Ortsrand von Ehringen baut.

Und such ihre Nachbarin, Sonja Siebert-Engelhard, Mutter von drei Kindern im Alter von 8, 13 und 17 Jahren sorgt sich um die Gesundheit ihrer Kinder: „Der Kindergarten hat da am Waldrand ein Waldsofa gebaut. Da spielen die Kinder einmal die Woche und lernen die Natur kennen. Dann kann man da doch nicht so einen Mobilfunkmast hinsetzen.“

Sorge wegen hochfrequenter Strahlung

Sonja Siebert-Engelhard hat sich im Internet schlau gemacht auf der Internetseite diagnose-funk.org hat sie Hinweise darauf gefunden, dass die 5G-Strahlung krebserregend sein könnte. Die hochfrequente Strahlung wirke ähnlich wie Mikrowellenstrahlung.

Deshalb hat Sonja Siebert-Engelhard Unterschriften im Dorf gegen den Bau der Mobilfunkanlage gesammelt. 170 Unterschriften hat sie schon an Bürgermeister Hartmut Linnekugel weitergeleitet. Der müsse sich kümmern. Schließlich sei die Kommune verpflichtet, Gesundheitsgefahren von ihren Bürgern fernzuhalten.

Funkloch in Ehringen wird geschlossen

Der Rathauschef verweist auf die Zuständigkeiten: Der Mobilfunkmast entstehe außerhalb des Bebauungsplans der Stadt, weil für diese Infrastruktur-Bauten andere baurechtliche Regelungen bestünden.

Außerdem sei es prinzipiell zu begrüßen, dass die Telekom endlich etwas unternehme, um das Funkloch Ehringen an das Mobilfunknetz anzuschließen.

Warum nicht andere Masten benutzen?

Das sei nicht nötig, sagt Familie Siebert-Engelhard und verweist auf den Mobilfunkmast, der auf dem Hügel kurz vor Lütersheim zu erkennen ist: Von dort sende Vodafone. Die Telekom könne sich doch mit der Konkurrenz darauf einigen, deren Mast mitzubenutzen.

Außerdem seien da noch die Masten der Windkraftanlagen in Richtung Elmarshausen. Auch dort ließen sich die 5G-Funkeinrichtungen montieren. Dann seien die Abstände auch größere und die Gefahren geringer. (Elmar Schulten)

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