Rollender Jugendraum wieder unterwegs

So beliebt ist der Mädchenbus in Ehringen 

Willkommensgruß für den Mädchenbus: Das rollende Mädchenzimmer stoppte an der Erpetalhalle in Ehringen. Bürgermeister Hartmut Linnekugel (hinten Mitte) und Ortsvorsteher Gottfried Henkelmann (links daneben) kamen kurz, um die Graffiti-Aktion im Freibad im August mit der Mädchenbus-Crew zu besprechen. Foto: ute Germann-Gysen

 Volkmarsen-Ehringen – Groß ist die Freude, wenn der Mädchenbus Nordhessen den Parkplatz an der Erpe ansteuert. Das Spiel-, Spaß- und Redeangebot genießen die Töchter Ehringens  sehr und danach in weiteren Orten.

Die Betreiberinnen des fahrenden Jugendraums kennen jeden Namen ihrer Besucherinnen, von denen viele schon in der zweiten Generation dabei sind.

In der zweiten Generation

Katharina etwa war in der ersten Generation. Die 34-jährige Mutter zweier Mädchen bringt Salia zum Bus. Ihre Tochter freut sich schon auf die Ankunft des Mädchenbusses in dem Erpedorf. Zweimal jährlich steuert die Crew mit dem 1973er-Magirus-Deutz ihre Plätze in Nordhessen an.

Im Bus gibt es Bücher, Filme, eine Sitzrunde und jede Menge Spiele. Der Gepäckraum fasst das Straßenspielzeug, wie Skateboards, Springseile, Kegel und Ballspiele.

Die Termine

Demnächst kommt der Bus nach Usseln (21. Mai) und Wrexen (22. Mai). In Freienhagen macht er am 23. Mai und in Adorf am 13. Juni halt. Außerdem tourt er nach Frankenau (4. Juli), Neukirchen (26. Juni), Odershausen (28. Mai) und Rosenthal (11. Juni). Von 15.30 Uhr bis 18 Uhr werden die acht- bis elfjährigen Mädchen willkommen geheißen, danach haben die ab Elfjährigen bis Achzehn-Plus Zeit bis 22 Uhr, den Bus zu besuchen. 

Insgesamt 2000 Mädchen haben Post vom Mädchenbus Nordhessen bekommen, und viele Antworten zeigen den Sozialpädagoginnen, dass sie das Vertrauen der Mädchen gewonnen und den Geschmack der Mädchen getroffen haben. Der Ehringer Ortsbeirat um Salias Opa, Ortsvorsteher Gottfried Henkelmann, unterstützt das Angebot, wo es nur geht, und die Stadt Volkmarsen gibt einen finanziellen Zuschuss.

So wird finanziert

Finanzielle Zuwendungen brauchen die Frauen vom Mädchenbus auch. Gerne würden sie noch viel mehr kleine Orte im ländlichen Nordhessen ansteuern.

Doch die Mittel sind begrenzt. Das Geld vom Land Hessen und die Spenden einiger Stiftungen und privater Spender reichen gerade, das bestehende Angebot aufrecht zu erhalten. Über jede Zuwendung freut sich der Verein, betont Mädchenbus-Fahrerin Sabine Schreiner.

Graffiti im Freibad

Bürgermeister Hartmut Linnekugel ergänzt, dass die Stadt gern Gelder weiterleite und Spendenquittungen ausstelle.

In diesem Jahr können sich die Ehringer Mädchen noch auf ein besonderes Highlight freuen: Beim zweiten Termin, am 6. August, finden die Vorbereitungen für eine Graffiti-Aktion im Schwimmbad statt.

Es wird geplant und geübt für die Verschönerung einer Wand im Freibad, bei der eine Graffitikünstlerin dabei sein wird. 

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