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Brücken bröckeln, Kosten steigen in Ehringen

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Von: Elmar Schulten

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Bröckelnde Brücken über der Erpe: Bauamtsleiter Bernd Pfeiffer (2. von links) erläuterte bei einem Ortstermin 2017 an der Brücke am Steenweg die Sanierungspläne für die Mitglieder des Bauausschuss in Ehringen. Archivfoto: Armin Haß
Bröckelnde Brücken über der Erpe: Bauamtsleiter Bernd Pfeiffer (2. von links) erläuterte bei einem Ortstermin 2017 an der Brücke am Steenweg die Sanierungspläne für die Mitglieder des Bauausschuss in Ehringen. Archivfoto: Armin Haß © Armin Haß

Die Entscheidung über den Neubau einer Fußgängerbrücke am Steenweg in Ehringen und die Renaturierung der angrenzenden Erpe ist vom Stadtparlament erneut verschoben worden. Bis zur nächsten Sitzung am 1. November soll geklärt werden, ob sich der städtische Eigenanteil weiter reduzieren lässt.

Volkmarsen – Ursprünglich hatte der Magistrat mit einem städtischen Eigenanteil von knapp 70 .000 Euro gerechnet. Zusätzliche Anforderungen an die Renaturierung des Bachlaufes sowie die allgemeine Kostenentwicklung im Baugewerbe hatten den städtischen Anteil nach Abzug von Zuschüssen aus der Dorferneuerung auf 208. 000 Euro hochschnellen lassen.

Diese Nachricht hatte die Stimmung in den Ausschussberatungen gedrückt. Daraufhin hatte sich der Magistrat bemüht, die Kosten zu drücken. So konnte Bürgermeister Hendrik Vahle am Dienstagabend auf einen neu errechneten Eigenanteil in Höhe von rund 140.000 Euro verweisen. Der Kreisausschuss habe zudem signalisiert, dass die Stadt Volkmarsen mit einem zusätzlichen Zuschuss aus dem Kreisausgleichsstock in Höhe von 25. 000 Euro rechnen könne.

Prüfungen haben über zehn Jahre gedauert

Doch auch mit diesem Ergebnis waren nicht alle Stadtverordneten zufrieden. CDU-Sprecher Martin Schmand erinnerte daran, dass ursprünglich nur von einem städtischen Eigenanteil von 60 .000 Euro die Rede gewesen sei. Deshalb sei er nun nicht bereit, eine unter dem Strich doppelt so teure Lösung zu genehmigen.

Der aus Ehringen stammende SPD-Stadtverordnete Nikolas Keim verwies darauf, dass die Planungen zur Brückensanierung rund zehn Jahre gedauert hätten. Der Stadtteil dürfe nun nicht dafür bestraft werden, dass man den Neubau so sorgfältig geprüft habe.

Neue Brücke ist einfach zu teuer

„Wir leben in Ehringen an und mit der Erpe“, ergänzte Christel Keim und erinnerte daran, dass es im Ort sieben Brücken über die Erpe gebe, die alle sanierungsbedürftig seien. Der Ortsbeirat habe sich ausdrücklich für die Sanierung der Brücke am Steenweg ausgesprochen. Dieses Votum solle das Stadtparlament jetzt auch akzeptieren.

Dagegen hielt FWG-Sprecher Klaus Teppe. Die SPD-Fraktion habe vor wenigen Monaten noch dafür gekämpft, dass jede auch noch so kleine städtische Ausgabe eingehend geprüft werde. Die Brückenerneuerung sei einfach zu teuer geworden.

in Külte nur schwer zu erklären

Teppes Fraktionskollege Uwe Kann: „Ich kann in Külte niemandem erklären, dass wir in Ehrungen eine Fußgängerbrücke sanieren, wo wir in Külte seit dem Hochwasser nur noch eine befahrbare Twistebrücke haben.“

Dagegen hielt der Grünen-Stadtverordnete Jochen Siebert: Ehringen sei nun mal das Dorf der Brücken. Es gehe an der Erpe nicht ohne. (Elmar Schulten)

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