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Dienstleitungen im Volkmarser Rathaus online beantragen

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Über Digitalisierung im Volkmarser Rathaus sprachen Erster Stadtrat Thomas Viesehon (links) und Büroleiter Hendrik Vahle (rechts) mit der hessischen Digitalministerin Prof. Kristina Sinemus.
Über Digitalisierung im Volkmarser Rathaus sprachen Erster Stadtrat Thomas Viesehon (links) und Büroleiter Hendrik Vahle (rechts) mit der hessischen Digitalministerin Prof. Kristina Sinemus. © Elmar Schulten

Im Gespräch mit Digitalministerin, Prof. Dr. Kristina Sinemus erläuterten der Erste Stadtrat der Stadt Volkmarsen, Thomas Viesehon, und der Büroleiter der Stadt, Hendrik Vahle, den aktuellen Sachstand der Digitalisierung in der Kugelsburgstadt.

Volkmarsen - Noch bevor die interkommunale Zusammenarbeit (IKZ) im Bereich des Onlinezugangsgesetzes (OZG) mit den Kommunen Breuna, Diemelsee, Diemelstadt, Willingen und Zierenberg zum 1. Januar 2021 in Kraft trat, sei es Ziel von Bürgermeister Hartmut Linnekugel gewesen, die Verwaltung stärker zu digitalisieren,.

So sei bereits 2017 der rein digitale Sitzungsdienst für die Stadtverordnetenversammlung sowie den Magistrat der Stadt eingeführt worden, was für alle Beteiligten eine enorme Zeit- und vor allem Papierersparnis mit sich brachte, so Viesehon. Als weiterer Schritt sei in Volkmarsen 2018 die Rechnungsbearbeitung auf einen „digitalen Rechnungsworkflow“ umgestellt worden.

Schon viele Dienstleistungen digital zu beantragen

Die Bürger hätten schon jetzt die Möglichkeit, über 40 Prozesse und Dienstleistungen, von der Anmeldung eines Hundes über die Genehmigung von Grabmalen bis zum Antrag einer Plakatierung, online über das vom Land kostenlos zur Verfügung gestellte Programm „civento21“ abzuwickeln.

Mit Fördermitteln von 100.000 Euro unterstütze das Land Volkmarsen als „OZG Modellkommune“. Dabei geht es laut Vahle darum, die komplette Friedhofsverwaltung von der Meldung eines Sterbefalls bis zum Einebnen der Gräber nach dem Ende der Liegezeit zu digitalisieren.

Elektronische Aktenführung und Terminmanagement

„Hier ist mit der Digitalisierung aber noch lange nicht Schluss“, so Vahle. In Vorbereitung sei die Einführung der sogenannten „eAkte“ und eines Dokumentenmanagementsystems, um einen weiteren Schritt hin zu einem papierlosen Büro zu gehen.

Zudem werde laut Vahle in Kürze eine digitale Terminvergabe im Bereich des Bürgerservice und des Standesamtes umgesetzt, um gerade in der jetzigen Situation die Warteschlangen im Rathaus kurz zu halten.

Land unterstützt Kommunen mit 100-Millionen-Programm

Schließlich werde die Stadt auch in der Kommunikation „digitaler“. So sei die Bürgerplattform „Crossiety“ eingeführt worden, die bereits über 700 Bürgerinnen und Bürger als Nutzer zähle und der Stadtverwaltung die Mitteilung von Neuigkeiten deutlich erleichtere. Zudem stehen mit der CityHub-App (bald Volkmarsen-App), der myMüll-App und der Müllweg-App weitere digitale Begleiter zur Verfügung, um mit der Stadt in Verbindung zu treten.

Digitalministerin Sinemus verwies in diesem Zusammenhang auf die Phase 2 des Programms „Starken Heimat“, das in den Jahren 2021 bis 2024 über 100 Millionen Euro für die hessischen Kommunen bereit halte.  

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