Sozialpädagogische Angebote seit Jahren

Dieser Bus ist für Mädchen in Ehringen ein beliebtes Ziel 

Der Mädchenbus Nordhessen ist beliebt, besonders in Corona-Zeiten nach Wochen der Kontaktbeschränkung. Unser Bild zeigt das Team mit einer Gruppe in Ehringen. Im Hintergrund Bürgermeister Harmut Linnekugel (Mitte) und Ortsvorsteher Gottfried Henkelmann. Foto: Armin Haß

 Volkmarsen-Ehringen – Beliebtes Zeil für Mädchen ab Jahren und junge Frauen um die 18 Jahre ist der Mädchenbus, der in Ehringen in diesem Jahr wieder Station bei der Erpetalhalle machte.

Die Mädchen freuen sich auf uns, sagt Sozialpädagogin Sabine Schreiner, schließlich seien die sozialen Kontakte aufrund der Corona-Pandemie bisher stark eingeschränkt gewesen. Daher wurde auch der Start des Mädchenbusses in diesem Jahr von Mai auf Juni verschoben. Es gebe großen Gesprächsbedarf.

Persönliche Gespräche

Das sozialpädagogische Angebot kann wie gewohnt ohne Anmeldung genutzt werden. Die Mädchen vom Vorjahr haben einen Brief bekommen, weitere neue sind in Ehringen zum Auftakt dazu gekommen.

Die üblichen Hygieneregeln gelten. Zusätzlich sollen die Kinder und Jugendlichen ihren Mund-Nasen-Schutz mitbringen. Auch wenn bei Soielen auf Abstand geachtet wird und der alte Magirus-Bus Platz für fünf Personen zu persönlichen Gesprächen bietet, so gehen die Betreuerinnen doch auf Nummer sicher.

Seit Jahren gefragt

Das Angebot reicht von Spielen der Jüngsten ab acht Jahren über altersgemäße Gespräche über Pubertät, Sexualität, Familie, Schule oder auch Cyber-Mobbing über das Smartphone bis hin zu beruflichen Plänen. Neben Sabine Schreiner sind Anna Ahlbach und als Praktikantin die Studentin Franziska Pinne mit unterwegs. Der Mädchenbus bietet einen geschützten Raum für vertrauliche Gespräche und viel Spaß und Kommunikation im größeren Kreis an. Sabine Schreiner ist von Anfang an dabei, sie erlebt schon die Enkelgeneration.

Die große Verbundenheit betonen auch Ortsvorsteher Gottfried Henkelmann und Hartmut Linnekugel, aus deren Familien ebenfalls Mädels die Angebote des vereinsmäßig organisierten Teams gerne genutzt haben. Das Budget reiche indessen gerade für ein halbes Jahr, und der Bus von 1973 müsse entweder aufgearbeitet oder durch ein neueres Modell ersetzt werden.

Unterstützung wichtig

 Das Land, die Landkreise Waldeck-Frankenberg und Kassel und von den Kommunen unter anderem die Stadt Volkmarsen unterstützen das Angebot seit Jahren. Es könnte mehr sein, daher ist das Team auch über Spenden von Organisationen und privaten Sponsoren erfreut. Der Bus ist auch im Grenzbereich zu den Nachbarkreisen bzw. zu Nordrhein-Westfalen unterwegs. 

Neukirchen ist in Waldeck-Frankenberg am 23. Juni das nächste Ziel, am 30. Juni folgt Frankenau, danach am 2. Juli freienhagen, am 2. September Usseln, am 8. September Rosenthal, am 22, September Adorf und am 23. September als letzter Ort in der Saison Wrexen.

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