Statistik spricht andere Sprache als das Bauchgefühl:

Unfallschwerpunkt oder nicht? - Diskussion um Volkmarser Kreisel dreht sich im Kreis

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Liefert seit zwei Jahren immer neue Gesprächsthemen: Der Kreisverkehr im Zuge der Landesstraße L 3080 in Höhe der Volkmarser Logistikhallen wird scheinbar von manchen Autofahrern zu spät wahrgenommen. Meistens liegt’s am Alkohol.

Volkmarsen. Bei einem schweren Unfall auf dem Verkehrskreisel bei Volkmarsen wurden vor zwei Wochen der angetrunkene Fahrer und sein Beifahrer verletzt.

Der Wagen war mit hoher Geschwindigkeit geradeaus auf die Spur in der Mitte des links und rechts mit Erde angefüllten Kreisels gefahren und war dabei schwer beschädigt worden (wir berichteten).

Der Unfall liefert Stoff für eine erneute Diskussion über etwaige weitere Sicherungsmaßnahmen, auch wenn in diesem Fall Alkohol im Spiel war.

So rät der langjährige Fahrlehrer Karl-Heinz Kairies aus Vollkmarsen zu einer deutlicheren Markierung des Kreisels in der Mitte. Die Anlage werde bei der Fahrt von Volkmarsen nicht richtig wahrgenommen, weil sie sehr niedrig sei und die Straße wie in einer Linie in Richtung Wetterburg erscheine.

Von den Straßenbau-Experten von Hessen Mobil in Bad Arolsen wird betont, dass die Beschilderung deutlicher als üblich sei, aber sicherlich im Rahmen der regelmäßigen Verkehrsschauen Nachbesserungen diskutiert werden könnten.

Aus Sicht des Verkehrsdienstes der Polizei gilt der Kreisel, der auch in der Stadtverordnetenversammlung wiederholt angesprochen wurde, nicht als Unfallhäufungstelle, so Dirk Richter, Sprecher der Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg in Korbach.

Kurz nach Inbetriebnahme des Kreisels hatte sich im Dezember 2015 ein Unfall ereignet, am 1. Januar 2016 sei ein betrunkener Fahrer in den Kreisel gefahren und bei dem Unfall verletzt worden. Im vorigen Jahr wurden bei der Polizei zwei Unfälle registriert. Alkohol war dabei nicht im Spiel. 2018 ereignete sich laut amtlicher Statistik bisher nur ein Unfall. Von einer Häufung könne dann nicht die Rede sein.

Kairies, fünfzig Jahre lang als Fahrlehrer tätig, meint, dass noch mehr getan werden könne, um Unfälle zu verhindern. Die Folgen der Verletzungen, wie Arbeitsunfähigkeit, verursachten höhere Kosten wie ein paar weitere oder deutlicher sichtbare Schilder, meint der Volkmarser.

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