Ruth Deuermeier möchte Arbeit weitergeben

Ehringerin hält mit Pflege des Ehrenmals Erinnerung an die Kriege wach 

Erinnerung an den Vater: Ruth Deuermeier pflegt dasEhrenmal für die Gefallenen in Ehringen. Ortsvorsteher Gottfried Henkelmann und Bürgermeister Hartmut Linnekugel (rechts) danken ihr für den Einsatz. Foto: Ute Germann-Gysen

Volkmarsen-Ehringen. Wie selbstverständlich pflegt Ruth Deuermeier seit über 20 Jahren das Ehrenmal an der Kirche in Ehringen . Für sie verbindet sich damit das Gedenken an den im Zweiten Weltkrieg gefallenen Vater.

Ortsvorsteher Gottfried Henkelmann und der Volkmarser Bürgermeister Hartmut Linnekugel dankten ihr bei einem Besuch mit einem Blumenstrauß und einem Präsent der Dorfgemeinschaft für die ehrenamtliche Pflege des Steins und des Beetes..

Erinnerung an den Vater

„Das ist ein echtes ‘Ehren-Amt’, wie ich es verstehe“, lobte der Ortsvorsteher die im stillen geleistete Arbeit. Von Frühling bis Wintereinbruch pflanzt Frau Deuermeier am Ehrenmal für die in den beiden Weltkriegen gefallenen Soldaten Blumen und entfernt Schmutz vom Stein, auf dem auch der Name ihres Vaters steht.

Als er in Russland fiel, war Ruth Deuermeier erst zwei Jahre alt. Wo genau der Vater starb, haben sie und ihre Mutter nie erfahren. Für die treue Ehrenmal-Pflegerin steht der Gedenkstein darum anstelle einer Grabes zum Andenken an den Vater. Es schmerze sie, wenn Kinder, die diese Bedeutung nicht kennen, auf den Stein klettern, ihm damit die Würde nähmen und ihn beschädigten, erklärt die Ehringerin.

Nachfolger gesucht

Die 75-Jährige möchte das Amt in jüngere Hände legen: „Ich habe so manche Kanne Wasser da hoch geschleppt“, resümiert sie und würde sich freuen, wenn sich jemand bei ihr meldet.

Auf Wunsch würde sie auch im fließenden Übergang mit einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger ab kommendem Frühjahr zunächst gemeinsam die Pflege fortführen. (ugy)

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