20-jähriges Dienstjubiläum von Bürgermeister Hartmtut Linnekugel:

Eine Eins mit Sternchen: Stadt Volkmarsen und ihre Stadtteile voran gebracht

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Wie doch die Zeit vergeht: Das Wahlplakat aus dem Jahr 1998 hatte FWG-Stadtrat Heinrich von Germeten ausgegraben. Der Vergleich damals - heute sorgte allgemein für Lacher bei der Feierstunde im Rathaus.

Volkmarsen. Hartmut Linnekugel, der vor  20 Jahren in sein Amt als Bürgermeister von Volkmarsen eingeführt wurde, ist nun Waldecks dienstältester Rathauschef.

Das war seinen Amtskollegen, dem Ältestenrat des Stadtparlamentes, dem Personalrat und dem ganzen Magistrat am Montagabend Grund genug für eine Feierstunde im Sitzungssaal des Rathauses. Stadtverordnetenvorsteher Burkhard Scheele und Erster Stadtrat Thomas Viesehon hielten die Laudatio auf den seit 1998 dreimal wiedergewählten Bürgermeister, der sich über Parteigrenzen hinweg große Anerkennung erarbeitet hat. 

Vor allem sei es ihm gelungen, den Streit zwischen den Fraktionen zu überwinden und viel Positives für die Stadt zu bewirken, lobten Scheele und Viesehon. Zum Beweis hatten sie Linnekugels Wahlwerbung von vor 20 Jahren mitgebracht und seine Versprechen von damals mit seinen Taten verglichen. 

Kommunikation ist seine Stärke

Viesehons Urteils: Das Verdienst nicht nur die Note „sehr gut“, sondern ist sogar eine „Eins mit Sternchen“. Ähnlich überschwänglich äußerten sich seine Bürgermeisterkollegen: Michael Stickeln aus Warburg bekannte, er habe während seiner zeit als Büroleiter im Volkmarser Rathaus unendlich viel im Umgang mit Menschen und Politik gelernt und so das nötige Rüstzeug für das Bürgermeisteramt bekommen.

 Bad Arolsens Bürgermeister Jürgen van der Horst sprach im Namen seiner Kollegen aus Diemelstadt, Elmar Schröder und Twistetal, Stefan Dittmann, als er feststellte: „Wir Kollegen schätzen seinen Rat. Er kennt Gott und die Welt und ist ein erfolgreicher Netzwerker.“ Und: „Kommunikation ist seine Stärke.“ 

Nicht in der Ich-Form, sondern in der Wir-Form

Als symbolisches Geschenk überreichten die Bürgermeister ihrem Kollegen einen Ritterschild mit dem Symbol der Kugelsburg: Das sei kein Hinweis auf das noch fehlende Stadtwappen, sondern ein Zeichen dafür, dass ein Bürgermeister wehrhaft sein müsse und stets bereit, für seine Stadt zu kämpfen. 

Linnekugel bedankte sich für die vielen anerkennenden Worte und stellte bescheiden fest, er habe vom ersten Tag an nicht in der Ich-Form, sondern stets in der Wir-Form gesprochen, weil sämtliche Entscheidungen in der Stadt von Gremien gefällt würden. Es sei alles eine Gemeinschaftsleitung. Zufrieden erklärte Linnekugel: „Ich habe keinen Tag im Rathaus bereut.“ Seine Familie wachse weiter. Zusammen mit Ehefrau Renate freue er sich darauf, bald Großeltern zu sein.

Erstaunliche Bilanz von 20 Jahren 

Linnekugel habe in seinem Wahlkampf vor 20 Jahren einen verantwortlichen Umgang mit dem Geld der Bürger, Kostenbewusstsein und die Einführung des Wirtschaftlichkeitsprinzips versprochen und das auch eingehalten, lobten Erster Stadtrat Thomas Viesehon und Stadtverordnetenvorsteher Burkhard Scheele.

Auf dem Gebiet der Stadtentwicklung ahne er die gleichberechtigte Entwicklung aller Stadtteile versprochen und geliefert, lobte Viesehon und listete all die vielen Projekte auf, die in jedem einzelnen Dorf der Großgemeinde umgesetzt wurden.

Die Liste reichte vom Hochwasserschutz und der Freibadsanierung in Ehringen über die Dorferneuerung in Herbsen, Lütersheim, bis zur Umgestaltung des Dorfgemeinschaftshauses in Hörle und zum Ausbau der Nordwaldeckhalle in Külte.

Was hat Bürgermeister Linnekugel schon alles bewegt?

In allen Stadtteilen seien Wasser- und Kanalleitungen erneuert und Feuerwehrhäuser auf den neusten Stand gebracht worden.

Ebenso habe Linnekugel viele zukunftssichernde Maßnahmen in der Kernstadt angeschoben. Die Projektliste reichte vom Rathausumbau über die Sanierung des Burgschwimmbads, über den Neubau des Feuerwehrstützpunktes und des Bauhofs bis zur innerstädtischen Umgehungsstraße durch die Verlegung der Landesstraße L 3081 auf die alte Bahntrasse und zur Sanierung des Bahnhofs.

Gleichzeitig seien viele neue Bauplätze geschaffen und junge Familien angesiedelt worden.

Die Stadtverwaltung präsentiere sich heute sehr bürgernah und effizient. Die Bürgermeistersprechstunden seien etabliert. Es gebe wohl kaum einen Bürger, den Linnekugel noch nicht persönlich gesprochen habe.

Arbeitsplätze in Logistik und Pflege

Wie vor 20 Jahren angekündigt, genieße die Wirtschaftsförderung im Rathaus einen hohen Stellenwert und sei Chefsache. So sei es gelungen, viele neue Firmen an- und umzusiedeln.

Alleine das VW-Logistikzentrum habe mehr als 100 neue Arbeitsplätze geschaffen und beschere der Stadt nun regelmäßige Grund- und Gewerbesteuereinnahmen.

Auf dem Gebiet Soziales habe Linnekugel es nicht nur geschafft, ein Seniorenwohnheim, sondern auch ein Autistenheim, eine Seniorenwohnanlage und eine Behindertenwerkstatt anzusiedeln. Alle soziale Einrichtungen von Bathildisheim, DRK und Internationalem Sozialwerk seien zugleich wichtige Arbeitgeber für die Bürger der Stadt.

Schließlich sei Linnekugel ein echter Vereinsmeier, lobte Scheele. Er pflege einen kurzen Draht zu den Verantwortlichen und habe nicht zuletzt den Weg bereitet für den neuen Standort des Jugendzentrums. (es)

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