Zum Wohle der Kinder

Einheitliches Konzept soll in Volkmarsen den Übergang von den Kindergärten in die Grundschule erleichtern

Gute Lösung zum Wohle der Kinder: Die Kindertagesstätten in Volkmarsen haben mit der Grundschule Villa R eine Vereinbarung zum Schulübergang abgeschlossen. Von links: die evangelische Pfarrerin Britta Holk, die pädagogische Leiterin des Zweckverbands Grit Pauly, Schulleiterin Sandra Gerlach von der Villa R, Pfarrer Christian Rehkate vom Zweckverband der Kindertagesstätten, Daniela Ludwig von der Külter Kindertagesstätte „Villa Kunterbunt“, der katholische Pfarrer Martin Fischer, Kathrin Henze vom katholischen Kindergarten, Harry Böse vom Ehringer Kindergarten „Rappelkiste“ und Tobias Walter vom Kindergarten „Feuerrotes Spielmobil“. 

Volkmarsen. Um den Übergang vom Kindergarten zur Grundschule möglichst reibungslos zu gestalten, arbeiten Kindergärten und Grundschulen schon seit Jahren sehr eng zusammen.

Die neue Datenschutzgrundverordnung war nun Anlass für die Volkmarser Kindergärten, die Grundschule "Villa R" und den evangelischen Zweckverband der Kindertagesstätten im Kirchenkreis, eine formelle Kooperationsvereinbarung auszuarbeiten.

Darin sind viele Dinge schriftlich fixiert, die bisher schon gut funktionierten und weitere Ideen zu einem einheitlichen Konzept verwoben worden. Dieser Plan, bestehend aus verbindlichen Terminen, Veranstaltungen und Vereinbarungen wird künftig auch den Eltern zur Kenntnis gegeben.

Die Eltern erhalten dann auch die Gelegenheit zu entscheiden, welche Informationen über ihre Kinder vom Kindergarten an die Schule weitergegeben werden sollen.

So kann es manchmal sehr hilfreich sein, dass pädagogische Hinweise von den Erzieherinnen an die Grundschullehrerinnen weitergegeben werden. Es kann aber auch sein, dass Eltern genau das nicht wünschen und einen kompletten Neustart ihrer Kinder bevorzugen.

All das und noch viel mehr ist ab sofort in einer einheitlichen Kooperationsvereinbarung zwischen den evangelischen Kindertagesstätten im Stadtgebiet, dem katholischen Kindergarten und der Grundschule "Villa R" festgeschrieben.

Was müssen moderne Kindergärten leisten?

Die Eltern der künftigen Schulanfänger im Stadtgebiet werden bereits in der kommenden Woche zu einem gemeinsamen Elternabend eingeladen, um die Details des neuen pädagogischen Konzeptes für den Schulübergang zu erfahren.

Dahinter steht auch die Erkenntnis, dass die Betreuung im Kindergarten heute weit mehr ist, als bloßes Verwahren der Kinder. Alle modernen Kindergärten verfolgen pädagogischen Konzepte zur Förderung der individuellen Stärken der Kinder.

Pfarrer Christian Rehkate vom Zweckverband der evangelischen Kindertagesstätten im Kirchenkreis unterstrich die Bedeutung einer rechtlichen Absicherung eines standardisierten Verfahrens. Dabei sei es sehr schön, dass sogar eine ökumenische Lösung möglich gewesen sei.

Schulleiterin Sandra Gerlach, die auch im Namen ihrer Kollegin Saskia Kolb sprach, stellte fest, dass die Zusammenarbeit von Kindergärten und Grundschule vor allem den Kindern helfe. Das neue Konzept erleichtere für die Kinder den Übergang zur Grundschule. Allein das sei wichtig.

Rehkate deutete an, dass das standardisierte Konzept demnächst auch in Bad Arolsen und Twistetal eingeführt werden solle. Die Kindergärten und Grundschulen dort hätten bereits Interesse bekundet.

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