Als Sprecher der Regionalgruppe Nordhessen-Südniedersachsen verabschiedet

Ernst Klein arbeitet lokale Geschichte auf vielen Ebenen auf

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Geschichtsbewusst: Ernst Klein arbeitet gegen das Vergessen und für Versöhnung.  

Volkmarsen. Ernst Klein ist als Sprecher des Vereins Gegen Vergessen - Für Demokratie Nordhessen-Südniedersachsen als Sprecher verabschiedet worden.

Klein hat diese Position achtzehn Jahre lang mit großem Engagement ausgefüllt und sich in vielfältiger Weise für die Region verdient gemacht. Er hat Überlebende des Holocaust aus Nordhessen in vielen Teilen der Welt ausfindig gemacht, hat sie besucht und nach Volkmarsen und Kassel eingeladen. Viele sind der Einladung gefolgt, woraus sich Freundschaften entwickelt haben.

Darüber hinaus hat Ernst Klein unermüdlich die Geschichte seiner Heimat Volkmarsen erforscht. Dabei hat er sich nicht auf den Nationalsozialismus beschränkt, sondern die Zeit vorher und nachher miteinbezogen. So hat er heruasgearbeitet, welch wichtige Rolle die jüdischen Einwohner Volkmarsens vor ihrer Vertreibung und Vernichtung gespielt haben.

Ernst Klein wird weiterhin als Vorsitzender des Vereins „Rückblende - Gegen das Vergessen“ in Volkmarsen tätig sein. Dazu gehört auch die Leitung des von ihm entwickelten Museums über jüdisches Leben in Volkmarsen, Steinweg 24. Im Keller dieses Hauses befindet sich eine 500 Jahre alte Mikwe, die von Ernst Klein und Freunden entdeckt wurde.

Der neu gewählte Sprecherrat von Gegen Vergessen für Demokratie für Nordhessen und Südniedersachsen wird geleitet von Hans-Peter Klein aus Melsungen, Dem Sprecherrat gehören an: Dr. Marion Lilienthal, Korbach, Wolfgang Matthäus, Kassel, Thomas Ewald, Kassel . (r)

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