Unverantwortliches Verhalten

Fahruntüchtiger Lastwagen verliert Ladung zwischen Herbsen, Külte und Volkmarsen

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Die Gerüstteile fanden sich überall auf dem Weg der Lastwagens verstreut. Wie durch ein Wunder wurde bei der Kamikaze-Fahrt dabei niemand verletzt.

Volkmarsen. Die Fahrt mit einem nicht zugelassenen Lkw endete am Samstagabend für den Fahrer eines Lkws kurz vor Volkmarsen.

Den betagten Mercedes-Laster hatte der Mann von einem Firmengelände entwendet. Auf der Irrfahrt verlor der Fahrer nahezu die komplette Ladung, die aus Gerüstteilen bestand. Unterwegs wurde ein Telegrafenmasten umgerissen – zwischen dem Sägewerk Butterweck und der Straße „Alte Mühle“ in Külte. In der Ortsdurchfahrt von Külte, in einer scharfen Rechtskurve, ging ein Teil der Ladung verloren. Gerüstteile polterten gegen eine Hauswand und auf den Gehweg. Weitere Teile der Ladung verlor der Fahrer im Bereich „Stadtweg“. Die Fahrt endete schließlich zwischen Hundeplatz und Nordhessenhalle in Volkmarsen. Dort blieb der betagte Laster stehen – vermutlich hatte der Motor seinen Geist aufgegeben.

Passant meldet brennenden Lkw

Um 19.15 Uhr wurde die Feuerwehr Külte durch die Leitstelle alarmiert. Passanten hatten wegen starker Rauchentwicklung einen brennenden Lastwagen gemeldet. Später stellte sich heraus, dass der Diesel so starke Qualmwolken ausgestoßen hatte, dass die Ortslage von Külte in Rauch gehüllt worden war. Die Suche nach dem brennenden Lastwagen blieb so lange erfolglos, bis der Bad Arolser Polizei aufgrund eines Hinweises aus der Bevölkerung ein geflüchteter Fahrer gemeldet wurde. Mit zivilen Kräften, mehreren Streifenwagenbesatzungen und einem Polizisten auf einem Motorrad zog sich der Ring um den geflüchteten Mann immer enger, bis schließlich seine vorläufige Festnahme erfolgte.

Zweite Alarmierung der Feuerwehr

Um 20.15 Uhr wurden die Feuerwehren aus Volkmarsen und Külte alarmiert, um die verlorenen Metallteile aufzuheben und zu sichern. Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass der Volkmarser nicht im Besitz der nötigen Fahrerlaubnis ist. Weiterhin wurden bei dem Mann Betäubungsmittel aufgefunden, auch der Verdacht einer Trunkenheitsfahrt könnte sich erhärten, wenn die Blutergebnisse ausgewertet werden. Nach der Festnahme wurde der Mann gegenüber der Polizei ausfallend und musste sich einer Blutentnahme unterziehen. Als weitere Straftat wird dem Mann die Störung von Telekommunikationsanlagen vorgeworfen, weil er während seiner Irrfahrt einen Telegrafenmast in Külte „abgesägt“ hatte. Hinzu kommt Sachbeschädigung fremden Eigentums. (112-magazin.de)

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