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Buntes, festliches Konzert mit Marc Marschall in der Volkmarser Kirche St. Marien

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Beim Weihnachtskonzert mit Marc Marshall traten die Ehringer Chöre in St. Marien auf.
Beim Weihnachtskonzert mit Marc Marshall traten die Ehringer Chöre in St. Marien auf. © Sandra Simshäuser

Freude herrschte beim Weihnachtskonzert Marc Marshalls mit den Ehringer Chören auf beiden Seiten vor.

Volkmarsen – Das Publikum war glücklich über das lang entbehrte Musikerlebnis in der Volkmarser Marienkirche. Die Aktiven vom MGV Ehringen mit den Singnoritas und Künstler Marc Marshall waren dagegen vor allem froh, endlich wieder vor Publikum auftreten und ihr Repertoire präsentieren zu können.

Einschränkungen belasten Künstler

„Es freut mich ungemein, dass wir uns jetzt zur Weihnachtszeit treffen können“, rief ein strahlender Uwe Thielemann dem Publikum in der Kirche zu. Das lange geplante Konzert war der Höhepunkt im ohnehin schon reduzierten Jahresprogramm des findigen Chores.

Für Marshalls Weihnachtstournee unter dem Motto „Liebe, Frieden, Respekt“ habe es gar Absagen gehagelt, bis jetzt 23, wie der beliebte Bariton erklärte, der 2013 schon einmal in Volkmarsen zu Gast war. In der Marienkirche wurde das neue und stellenweise recht ungewöhnliche Programm jedenfalls dankbar angenommen.

Publikum klatscht im Takt

Mitsingen und schunkeln war mit Masken und Abstand zwar nicht drin. Wohl aber im Takt klatschen und applaudieren, und das taten die gut einhundert Zuhörer bei jeder Gelegenheit denn auch freudig und mit Begeisterung. Auf Marshalls adventlicher Liederreise ging es mal klassisch (Maria durch ein Dornwald ging), dann wieder traditionell mit witzig präsentiertem Weihnachtsmedley samt Tanzeinlage zu.

Marc Marschall trat beim Weihnachtskonzert mit den Ehringer Chören in der Volkmarser Kirche St. Marien auf.
Marc Marschall trat beim Weihnachtskonzert mit den Ehringer Chören in der Volkmarser Kirche St. Marien auf. © Sandra Simshäuser

Sympathisch plauderte der Star über weihnachtliche Familientraditionen aus dem Nähkästchen und rezitierte Gute Nacht, Freunde. Ergreifend kam Mamatschi, schenk mir ein Pferdchen daher, vom Publikum mucksmäuschenstill verfolgt. Ernsten Tönen in Lennons Imagine zu drohend brummelndem Klavier ließen der ausgebildete Bariton und sein Pianist Ren Krömer Raum, Wirkung und Botschaft zu entfalten.

Ungewöhnliche Zusammenstellung

„Ich würde es noch schöner finden, wenn wir solche Lieder gar nicht mehr singen müssten“, schob Marc Marshall den Liedzeilen vom Traum einer Welt ohne Kriege hinterher. Dass die tragende Stimme Marshalls mitunter die Kirche beben ließ, spornte die Gastgeber vom MGV Ehringen offenbar zusätzlich an.

Mit lateinischen Liedzeilen, dem Little Drummer Boy oder der Fröhlichen Weihnacht überall schufen die durch mehrere junge Stimmen verstärkten Sänger ein starkes Klangbild. Auch die Singnoritas, wie die Männer unter Leitung von Kerstin Schmidt, überzeugten etwa mit Karel Svobodas Aschenbrödel-Thema, das als Weihnacht, frohe Weihnacht von Ren Krömer am Piano begleitet wurde.

Schöner Abschluss

Herzlichen Applaus spendierte das Publikum für den Melodienreigen, der nach mehr über Stunden mit Maffays Ich wollte nie erwachsen sein einen stimmungsvollen Abschluss fand. (Sandra Simshäuser)

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