Freistellung von den Kindergartengebühren

Mit diesen Erleichterungen dürfen Volkmarser Eltern mit Kindern ab August rechnen

Kindergartengebühren im Zweckverband Nordwaldeck aktuell und in Zukunft: Die Gebühren in den drei Kommunen und die Betreuungszeiten werden aneinander angepasst. Die berufstätigen Eltern profitieren von längeren Betreuungszeiten. Die von Wiesbaden angekündigte Beitragsfreiheit für Kinder ab dem dritten Lebensjahr bis zum Schuleintritt wird eins zu eins an die Eltern weitergereicht.

Volkmarsen. Im Vorgriff auf das von der schwarz-grünen Landesregierung angekündigte Gesetz zur Freistellung von den Elternbeiträgen in den letzten drei Kindergartenjahren haben Vorstand und Kuratorium des Kindergarten-Zweckverbands Nordwaldeck eine neue Gebührenordnung beschlossen, die ab dem 1. August gelten soll.

Die Beträge stehen allerdings unter dem Vorbehalt, dass die schwarz-grüne Koalition in Wiesbaden wie angekündigt entscheiden wird.

Bei einem Gespräch im Bad Arolser Rathaus betonten die drei beteiligten Bürgermeister aus Twistetal (Stefan Dittmann), aus Volkmarsen (Hartmut Linnekugel) und aus Bad Arolsen (Jürgen van der Horst), dass sie die Gelegenheit genutzt hätten, sowohl die Betreuungsangebote, als auch die fälligen Gebühren in den 14 angeschlossenen Kindergärten mit aktuell 806 betreuten Kindern aneinander anzugleichen.

Was ändert sich bei den Betreuungszeiten?

So werden unter anderem die Betreuungszeiten je nach Kindergarten auf 7 bis 13 Uhr, 7 bis 15 Uhr und 7 bis 17 Uhr ausgeweitet. Das bedeutet an vielen Orten (aber nicht überall) eine Ausweitung und Verbesserung des Angebots.

Der vom Land Hessen finanzierte Betrag in Höhe von 136,50 Euro wird künftig als Grundbetrag für die Vormittagsbetreuung von 7 bis 13 Uhr festgelegt.

Nach den Plänen der Landesregierung werden die Eltern von Kindern ab dem dritten Lebensjahr bis zum Schultritt beitragsfrei gestellt.

Zusätzliche Nachmittagsmodule von 13 bis 15 Uhr werden im Zweckverband einheitlich mit 50 Euro berechnet. Module von 13 bis 17 Uhr werden für 80 Euro angeboten.

Auch die Regelung für Geschwisterkinder wird in allen Kommunen angeglichen, sodass das 2. Kind künftig nur 50 Prozent des Betrages zahlen wird. Das 3. Kind ist sogar komplett beitragsfrei. Das ist familienfreundlich.

Hoher Qualitätsstandard

Zusammenfassend stellen die Bürgermeister gemeinsam fest: „Die Landesförderung, die Anpassung der Entgeltstrukturen und die Ausweiterung der Öffnungszeiten im Zweckverband der evangelischen Kindertagesstätten Nordwaldeck führen zu einer Entlastung der Eltern und sorgen für einen einheitlich qualitativ hohen Standard der Kinderbetreuung.“ „Die Erwartungshaltung der Kommunen wurde erfüllt“, ergänzte Bürgermeister Jürgen van der Horst auf WLZ-Nachfrage: „Wir haben mit dem Zweckverband einen leistungsfähigen Dienstleister, der die personellen und räumlichen Ressourcen flexibler und effektiver nutzen kann.“

Der Zweckverband sei auch künftig ein attraktiver Arbeitgeber, der Fortbildungen organisiere und Qualität gewährleiste.

Gleichzeitig bleibe festzuhalten, dass sich die Kommunalpolitik nicht aus der Verantwortung gestohlen habe: „Im Kuratorium herrscht ein gutes Arbeitsklima. Nichts geschieht gegen den Willen der Kommunen.“

Das bekräftigte auch Zweckverbands-Geschäftsführerin Delia Enderlein: „Wir pflegen eine gute Zusammenarbeit. Wir sind mit unserer Größe im Zweckverband sehr gut aufgestellt.“

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