Ein Spielturm als Erkennungszeichen

Neuer Kindergarten in Volkmarsen: Fünf Gruppen mit Gartenzugang

Bauskizzen und Seitenansichten vom geplanten neuen Kindergarten in Volkmarsen.
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Ein neuer fünfgruppiger Kindergarten soll auf einer Wiese an der Kasseler Straße in Volkmarsen, gleich neben dem Haus Dr. Bock, gebaut werden.

Über den Stand der Planungen für den neuen fünfgruppigen Kindergarten auf einer Wiese an der Kasseler Straße neben dem Haus Dr. Bock informierte Architektin Brigitte Schade-Kleist bei der jüngsten Sitzung des Bauausschusses.

Volkmarsen - SPD-Sprecherin Christel Keim schwärmte anschließend: „Wenn ich höre, was da alles Schönes geplant ist, möchte ich auch noch mal in den Kindergarten.“

Nach Rücksprache mit dem Jugendamt habe sie jeden der fünf Gruppenräume sowie den Bewegungsraum um gut fünf Quadratmeter vergrößert. Dadurch seien sowohl die Grundfläche als auch die geschätzten Baukosten gewachsen.

Wachsender Bedarf an Kinderbetreuung

Nach jetzigem Stand gehe sie von einem rund 1000 Quadratmeter großen Baukörper auf einem rund 4000 Quadratmeter großen Grundstück aus. Die kalkulierten Baukosten summieren sich jetzt auf rund 2,5 Millionen Euro.

Der Neubau soll bekanntlich den bisherigen, in die Jahre gekommenen, dreigruppigen Kindergarten Feuerrotes Spielmobil und seine Außengruppe im Gebäude der Grundschule Villa R ersetzen. Außerdem soll dem wachsenden Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen begegnet werden.

Eingeschossig mit direktem Gartenzugang

Vor allem aber lassen sich mit dem Neubau die pädagogischen Ziele zeitgerecht umsetzen. Alle fünf Gruppen bekommen einen direkten Zugang zum Garten. Damit wird der Brandschutz viel einfacher darzustellen sein, berichtete die Planerin im Ausschuss.

Der Neubau sei als eingeschossiger Mauerwerksbau mit flach geneigten, asymmetrischen Dächern angelegt. Die Holzkonstruktionen im Dach würden jedem Gruppenraum eine besondere Raumwirkung bescheren.

Platz für Bewegung und Kreativität

Als identitätsstiftendes Bauelement sei der Bewegungsraum als kleiner Turm angelegt. Der Raum für die Leiterin sei so geplant, dass ein direkter Blick auf alle Freiflächen möglich sei.

Die Krippenräume grenzen unmittelbar an die Schlafräume an und sein über einen aufgemalten Zebrastreifen und Spielampel krabbelnd zu erreichen. Die große Außenwand kann frei mit Farbe gestaltet werden.

Baubeginn nur, wenn Zuschüsse fließen

Energietechnisch auf dem neusten Stand soll die Lüftung mit bis zu 80 Prozent Wärmerückgewinnung ausgelegt werden. Die Wärmeerzeugung funktioniert über eine hocheffiziente Luft-Wärmepumpe und über eine Photovoltaikanlage. Das Dach ist als Retentionsdach angelegt. Verdunstendes Wasser soll im Sommer einen kühlenden Effekt haben.

Der Magistrat rechnet mit einer Förderquote von wenigstens 50 Prozent. Außerdem sei ein Darlehen mit reduziertem Zinssatz von 0,03 Prozent beantragt, berichtete Bürgermeister Hartmut Linnekugel im Ausschuss. Aus dem Verkauf des bisher genutzten Grundstücks wird ein Erlös von rund 89.000 Euro erwartet.

CDU-Fraktionsvorsitzender Martin Schmand stellte in diesem Zusammenhang unmissverständlich klar: „Wir bauen diesen Kindergarten nur, wenn es dazu Zuschüsse gibt.“ Allein aus städtischen Mitteln sei das 2,5-Millionen-Euro-Projekt nicht zu finanzieren. (Elmar Schulten)

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