Für 1,2 Millionen Euro ausgebaut

Weg von Volkmarsen nach Welda für Landwirte und Radtouristen frei

Der Rad- und Wirtschaftsweg zwischen Volkmarsen und Welda ist für 1,2 Millionen zum Teil neu gebaut worden. Zur Freigabe sprachen für die Projektpartner Joachim Oellrich, Amt für Bodenmanagement (links), Christoph Baumhör (2. von links), Walter Scherf (Teilnehmergemeinschaft 4. von links) und Bürgermeister Hartmut Linnekugel.
+
Der Rad- und Wirtschaftsweg zwischen Volkmarsen und Welda ist für 1,2 Millionen zum Teil neu gebaut worden. Zur Freigabe sprachen für die Projektpartner Joachim Oellrich, Amt für Bodenmanagement (links), Christoph Baumhör (2. von links), Walter Scherf (Teilnehmergemeinschaft 4. von links) und Bürgermeister Hartmut Linnekugel.

Für 1,2 Millionen Euro ist der Wirtschafts- und Radweg zwischen Volkmarsen und Welda ausgebaut worden, die Kosten stiegen um 500 000 Euro gegenüber den ursprünglichen Planungen.

Volkmarsen – Am Mittwochnachmittag war endlich Freigabe des durchgehend 3,50 Meter breiten Wegs. Bei Baubeginn im November 2019 war noch mit einer Fertigstellung zum Ende des vorigen Jahres gerechnet worden.

Unerwartet schlechter Untergrund

Doch das schlechte Wetter und die unerwartet schlechten Bodenverhältnisse erzwangen eine Neuplanung für die erheblich aufwendiger gewordenen Bauarbeiten.

„Man kann den Weg gut fahren“, stellte Bürgermeister Hartmut Linnekugel gestern fest. Und für die Teilnehmergemeinschaft des Flurbereinigungsverfahrens „Im Mersch“ freute sich Walter Scherf über die große Verbesserung.

Vier Projektpartner

Hessen Mobil war mit Landesmitteln von 870 000 Euro aufgrund einer alten Verpflichtung für die Erneuerung des vor 40 Jahren gebauten Radwegs in der Pflicht, wie Christoph Baumhör vom Dezernat Bau Nordhessen erklärte. Und als Vertreter des vierten Partners, des Amtes für Bodenmanagement, erinnerte Joachim Oellrich an die Notwendigkeit einer Flurbereinigung.

Das ganze Projekt ermöglicht nun den deutlich größer gewordenen landwirtschaftlichen Zugmaschinen und Anhängern ein besseres Durchkommen als vorher auf dem schmaleren und holperigen Weg. Zudem habe der Radweg für den regionalen Tourismus eine Bedeutung, sagte Linnekugel.

Neue Trasse gebaut

Die Verbindung erstreckt sich schließlich überwiegend über die alte Bahntrasse Volkmarsen-Warburg. Diese war erst vor 40 Jahren zurückgebaut worden.

Ein 50 Meter langer Abschnitt im Bereich der Wittmarkapelle wurde begradigt, zudem wurde die Einmündung auf die Landesstraße 3075 in Richtung Volkmarsen ausgebaut, sodass die Schlepperfahrer einen besseren Einblick auf die Hauptverkehrsstraße haben.

20 Durchlässe neu gebaut

20 Rohrdurchlässe mussten erneuert werden. Diese führen unter der Straße hindurch und dienen der Entwässerung der Felder.

Die Kosten, die neben dem Ausbau des Radwegs entstanden, trägt die Teilnehmergemeinschaft der Flurbereinigung. Dazu erhält diese Gemeinschaft einen Zuschuss aus Mitteln der Europäischen Union, des Bundes und des Landes Hessen. Die Stadt hat als Projektpartner sämtliche Arbeiten zu der Vorplanung und für die Schaffung des Baurechts übernommen.

Die Kommune wird zudem nach Abschluss des Bauvorhabens die Unterhaltung des kombinierten Rad- und Wirtschaftsweges übernehmen. (Von Armin Haß)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare