Stadt Volkmarsen renoviert ihr historisches Wahrzeichen

Ganz neues Raumgefühl in der Kugelsburg-Gaststätte

Durchgänge aus Naturstein, viele Fenster und ein Panoramablick auf die Stadt am Fuße der Kugelsburg: Die Stadt Volkmarsen lässt die Ausflugsgaststätte zum Restaurant für Familienfeste ausbauen.
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Durchgänge aus Naturstein, viele Fenster und ein Panoramablick auf die Stadt am Fuße der Kugelsburg: Die Stadt Volkmarsen lässt die Ausflugsgaststätte zum Restaurant für Familienfeste ausbauen.

Bei einem Ortstermin haben sich die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses über den Baufortschritt auf der Kugelsburg informiert.

Volkmarsen - Für rund 530.000 Euro lässt die Stadt Volkmarsen rund 50 Jahre Gaststätte renovieren und erweitern. In den vergangenen Wochen wurde der bisherige Gastraum durch einen Durchbruch zum Terrassenanbau erweitert. Die große Thekenanlage wurde ausgebaut und die abgehängte Decke freigelegt.

„Wir waren überrascht, dass die dicken Balken an der Decke nur Attrappe und reine Deko waren. Darüber war noch jede Menge Luft, so dass wir heute einen großen Saal mit luftiger Deckenhöhe und viel Licht präsentieren können“, schwärmte Architektin Brigitte Schade-Kleist und ergänzte: „Alles wird luftiger, lichter und freundlicher.“ Es gebe viel Platz und ganz neue Sichtbeziehungen. Die Räume erhielten eine völlig neue Atmosphäre.

Neue Kanal- und Wasserleitungen zur Burg verlegt

Künftig wird der rund 120 Quadratmeer große Saal nur noch eine relativ kleine Thekenanlage erhalten. Dahinter entsteht ein neuer Küchenanbau mit rund 45 Quadratmeter Fläche zum vorberieten der Speisen, außerdem gibt es einen Personalraum und einen Kühlraum. Komplett neu gestaltet werden die Toilettenanlagen.

In einem eingeschossigen Servicegebäude am Parkplatz soll künftig des anfallenden Mülls abseits des Burgbereiches zwischengelagert werden. Hier entstehen weitere Toiletten, die für Wanderer, Radfahrer und alle Besucher der Ruine zugänglich sind, wenn die Gaststätte geschlossen hat.

Parallel zu diesen Hochbauarbeiten hat die Stadt die Kanal- und Wasserleitungen zur Burg neu verlegen lassen. Auch der alte Wanderweg wird neu befestigt.

Als Nächstes wird das alte Gemäuer gesichert

In einem weiteren Schritt steht die Sicherung der alten Gemäuer an. Insgesamt will sich die Stadt die Sanierung und touristische Aufwertung ihres Wahrzeichens rund 1,4 Millionen Euro kosten lassen. Dazu werden Zuschüsse in Höhe von bis zu 85 prozent aus dem Programm der Dorfentwicklung erwartet.

Architektin Brigitte Schade-Kleist zeigte sich zuversichtlich, dass die Gaststätte mit Küchenanbau bis zum Jahresende fertiggestellt sein wird. Die Sicherungsarbeiten an der eigentlichen Burg sind für das kommende Jahr eingeplant.

Das Planungsbüro hat in Abstimmung mit der Denkmalbehörde für den Palas eine Fläche für kleine Veranstaltungen entworfen. Sie soll mit einem Glasdach vor den Unbilden der Witterung geschützt werden. Der Zugang zum Hexenkeller und zum Aussichtsturm bleiben erhalten. (Elmar Schulten)

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