Bürgermeister legt Haushaltsplanentwurf vor

Geplante Investitionen in Volkmarsen - Radweg fast zum Nulltarif und neuer Hallenboden

+
Der Sportboden in der  Nordhessenhalle ist fast 30 Jahre alt und weist nun Feuchtigkeitsschäden als folge des feuchten Untergrunds am Stadtbruch auf. Im kommenden Jahr soll der Boden für rund 190.000 Euro erneuert werden.

Volkmarsen. Der Haushaltsplanentwurf, den Bürgermeister Hartmut Linnekugel  im Stadtparlament für das das kommende Jahr vorgestellt hat, kommt ohne neue Steuer- oder Gebührenerhöhungen aus.

Dennoch wird ein Überschuss von rund 280.000 Euro erwartet. Das ist auch nötig, um den Anforderungen des Schutzschirmes und der Hessenkasse zu genügen.

Der Magistrat drängt nun darauf, die Haushaltsrechnungen der vergangenen Jahre möglichst schnell prüfen und beschließen zu lassen, damit schon bald die Entlassung aus dem Schutzschirm-Regime erfolgen kann. Doch dazu sind noch zwei ausgeglichene Haushaltsjahre mit Überschüssen nötig.

Nicht immer einfach sind die Planungen aufgrund der großen Schwankungsbreiten bei der Gewerbesteuer. Im kommenden Jahr rechnet der Magistrat mit Einnahmen von 1,48 Millionen Euro.

Umso mehr profitiert die Stadt von der gestiegenen Zahl von Arbeitsplätzen in der Stadt. Allein 160 Arbeitsplätze macht Bürgermeister Linnekugel im Bereich der sozialen Pflegeeinrichtungen aus. Der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer beträgt immerhin 15 Prozent. Das entspricht 2,9 Millionen Euro im kommenden Jahr.

Auf der Ausgabenseite machen die Personalkosten naturgemäß den größten Posten aus. Allerdings werden Tarifsteigerungen durch den Wegfall der Stelle eines neuen Pensionärs aufgefangen. Im hessenweiten Vergleich ähnlich großer Kommunen bewegen sich die Personalkosten in Volkmarsen um 15 Prozent unter Durchschnitt.

Bei den geplanten Investitionen fällt auf, dass der Ausbau des Rad- und Wirtschaftsweges nach Welda mit 1,46 Millionen Euro das größte Projekt ausmacht. Die Stadt profitiert dabei gleich von zwei Förderprogrammen, so dass nach Abschluss der 1,8 Millionen Euro teuren Baumaßnahme nur rund 200.000 Euro städtischer Eigenanteil zu finanzieren bleiben.

Außerdem sind 305.000 Euro als erste Rate für den Neubau des 725.000 Euro teuren Feuerwehrhauses in Külte eingeplant. Ein neuer Sportboden in der Nordhessenhalle ist mit 190.000 Euro angesetzt.´Im Rahmen der Dorferneuerung werden rund 130.000 Euro in verschiedenen Ortsteilen investiert.

Für Grundstücksankäufe sind 220.000 Euro eingeplant. Gerne würde der Magistrat weitere Baugebiete ausweisen, weil die Nachfrage groß sei. Allerdings sieht der Landesentwicklungsplan für Bad Arolsen und Volkmarsen lediglich einen Flächenbedarf von fünf Hektar vor. „Viel zu wenig!“, klagt Bürgermeister Hartmut Linnekugel. Die Stadt habe nur noch wenige Baugrundstücke zu vergeben.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare