Bürgermeisterwahl in Volkmarsen

Große Mehrheit für Linnekugel

+
Schutzhelm für den wiedergewählten Volkmarser Bürgermeister Linnekugel (neben ihm Ehefrau Renate). Die Bürgermeister (v.l.) Elmar Schröder, Jürgen van der Horst und Stefan Dittmann gratulierten im Wirtshaus Alte Phönix.

 Bürgermeister Hartmut Linnekugel (55) ist gestern für eine vierte Amtszeit von sechs Jahren wiedergewählt worden. Über 5500 Wahlberechtigte waren gestern zur Kommunalwahl und zur Wahl des Rathauschefs aufgerufen.

 Diesmal gab es einen Gegenkandidaten: Der Student Henricus Pillardy (21) aus Ehringen bekam immerhin 139 Stimmen. Eine Chance hatte er, der seinen Einsatz als satirisches Happening betrieb, sich selbst nicht eingeräumt.

Ein Bürgermeisterwahlkampf fand praktisch nicht statt. Hohe Wahlbeteiligung Um 19.20 Uhr stand das Ergebnis fest: 95,3 Prozent der Wähler stimmten für Linnekugel, 4,7 Prozent kreuzten den Namen Pillardy an.

Die Wahlbeteiligung lag bei 57,1 Prozent und damit um knapp zehn Prozent über der von 2010. Zur Wiederwahl gratulierten Ehefrau Renate, Sohn Frank und die Töchter Diana und Sabrina.

 Kreisbeigeordneter Tobias Scherf erklärte, das in 18 Jahren gezeigte Engagement für die Aufwärtsentwicklung der Stadt habe zu dem guten Ergebnis geführt. Der Rathauschef habe verschiedene Lager zusammengeführt. Dabei gab es intensive Diskussionen über die Logistikhallen.

„Auf gute Zusammenarbeit!“, wünschte sich die amtierende SPD-Fraktionssprecherin und überreichte neben einer roten Wurst ein rotes Herz und ein Massageöl.

CDU-Stadtverbandsvorsitzender und Erster Stadtrat MdB Thomas Viesehon unterstrich, dass sich Linnekugel durch seine gute Arbeit seit 1998 ausgezeichnet habe. Gerührt äußerte sich Bürgermeister Linnekugel nach der Bekanntgabe des Ergebnisses.

 Er sei in den vergangenen 18 Jahren den richtigen Weg mit vielen Stadtverordneten, mit Magistrat, Ortsbeiräten und Bürgern gegangen. Das Resultat sei den strukturellen Projekten zu verdanken, die Volkmarsen vorangebracht hätten. 

Zu seinem Mitbewerber merkte er an: „Wenn sich vieles nicht unter der Gürtellinie oder im Internet abgespielt hätte, hätte man sich über den Mitbewerber freuen können.“ Die pauschalen, auch persönlichen Beleidigungen verurteilte der Rathauschef. Diese könnten nicht vollständig als Satire bezeichnet werden.

 Bürgermeister Hartmut Linnekugel dankte der Familie für die Unterstützung. Das gute Ergebnis wurde im Anschluss mit Angehörigen, Freunden und politischen Mitstreitern im Gasthaus „Alte Phönix“ gefeiert.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare