Frühschluss-Aktionen und Sternfahrt

IG Metall mobilisiert Mitglieder in Korbach, Bad Arolsen und Volkmarsen

IG Metall Demo mit Sternfahrt zur Nordhessenhalle in Volkmarsen. Mit dabei waren gestern Mitarbeiter der Firmen Weidemann (Korbach), Essex-Furukawa (Bad Arolsen) und Phoenix (Volkmarsen).
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IG Metall Demo mit Sternfahrt zur Nordhessenhalle in Volkmarsen. Mit dabei waren gestern Mitarbeiter der Firmen Weidemann (Korbach), Essex-Furukawa (Bad Arolsen) und Phoenix (Volkmarsen).

Mit Hupkonzerten quittierten die rund 150 IG-Metall-Mitglieder, die am Mittwoch mit rund 100 Fahrzeugen aus Korbach, Bad Arolsen und Volkmarsen zur Nordhessenhalle gekommen waren, die Redebeiträge auf der improvisierten Bühne auf der Ladefläche eines Lastwagens.

Volkmarsen - Die IG Metall ruf seit Montag zu Warnstreiks in Form von Frühschluss-Aktionen in mehreren Betrieben in Nordhessen auf. Schwerpunkt in Waldeck war am Mittwoch Volkmarsen, wohin die Beschäftigten der Firmen Weidemann (Korbach), Essex Furukawa (Bad Arolsen) und Phoenix (Volkmarsen) in einer Sternfahrt anreisten.

Frühschluss-Aktion bedeutet: Die Beschäftigten verließen etwa eine Stunde vor Schichtende ihre Arbeitsplätze, um sich auf dem Vorplatz der Nordhessenhalle zu versammeln.

Demo mit Abstand und roten Corona-Masken

Die coronabedingt vorgeschriebenen Mindestabstände wurden eingehalten. Die Metaller trugen roten Schutzmasken mit Gewerkschaftsaufdruck und verhielten sich auch nach Einschätzung der beobachtenden Polizei sehr diszipliniert.

Die IG Metall fordert in der laufenden Tarifrunde ein Lohnplus von vier Prozent, um Zukunft und Beschäftigung zu sichern und um die Einkommen zu stärken. Sie schlägt zudem für Betriebe in schwieriger wirtschaftlicher Lage Arbeitszeitabsenkungen mit teilweisem Entgeltausgleich vor. Außerdem strebt die IG Metall tarifliche Regelungen zur Verbesserung der Ausbildung an und zur unbefristeten Übernahme.

Nicht nur Geld, sondern auch kluge Lösungen gefragt

Dazu IG-Metall-Sekretär Dennis Schindelhütte: „Wir sind hier, um ein Zeichen zu setzen. Wir befinden uns nicht nur in einer Gesundheitskrise, sondern auch in einer Wirtschaftskrise. Wir brauchen nicht nur mehr Geld, sondern auch kluge Lösungen.“ Während die Metall verarbeitenden Betriebe in Nordhessen meist gut aufgestellt seien, gehe es anderswo darum, die Transformation von Arbeitsplätzen klug zu steuern.

Während es bei Essex-Furukawa wieder bergauf gehe, sorgten sich die Beschäftigten der Volkmarser Phoenix, dass ihr Unternehmen von den amerikanischen Eignern wieder verkauft werden solle, so IG-Metall-Sekretär Andreas Köppe.

Metaller zeigen sich streikbereit

Bernd Übermuth von der Firma Weidemann in Korbach erinnerte, dass das vergangene Jahr mit Rücksicht auf Corona eine Nullrunde beschert habe. Nachdem die Aktionäre Dividenden von sechs Prozent eingestrichen hätten, sei die aktuelle IG-Metall-Forderung von einem Lohnplus von vier Prozent nur gerecht.

Andreas Augstein von der Firma Essex-Furukawa bekräftigte, dass die Beschäftigten streikbereit seien: „Alle vier Schichten machen beim Warnstreik mit.“ (Elmar Schulten)

IG-Metall-Demo vor der Nordhessenhalle

Drei IG-Metall-Mitglieder mit roten Corona-Schutzmasken, Fahnen und Plakaten vor der Nordhessenhalle in Volkmarsen.
Drei IG-Metall-Mitglieder mit roten Corona-Schutzmasken, Fahnen und Plakaten vor der Nordhessenhalle in Volkmarsen.
Drei IG-Metall-Mitglieder mit roten Corona-Schutzmasken, Fahnen und Plakaten vor der Nordhessenhalle in Volkmarsen.
Drei IG-Metall-Mitglieder mit roten Corona-Schutzmasken, Fahnen und Plakaten vor der Nordhessenhalle in Volkmarsen.
IG-Metall-Demo vor der Nordhessenhalle

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