Feuerwehrhaus mit Schießstand Lütersheim eingeweiht

Das ist das größte Projekt der Dorfentwicklung

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Was lange währt: Das Feuerwehrhaus und der Schießstand Lütersheim sind eingeweiht worden. Im Vordergrund: Ortsvorsteher Hartmut Fischer ehrt den Koordinator Friedhelm Michel. Im Hintergrund, von links: Stadtverordneter Timon Hundertmark, Architekt Bernhard Bielefeld, Bürgermeister Harrmut Linnekugel, Stadtbrandinspektor Kai Wiebusch, Wehrführer Tobias Michels, Benjamin Mielke (Schützen), Stadtverordneter Tobias Viesehon, stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher Klaus Teppe und Stadrat Ingbert Lauhof.

Volkmarsen-Lütersheim. Nach unerwartet langer Bauzeit von zweieinhalb Jahren ist der Umbau des Feuerwehrhauses mit Schießstand abgeschlossen und dieses Ende gefeiert worden. Der Kostenrahmen von 234 000 Euro wurde mit 240 000 Euro zum jetzigen Stand der Abrechnung leicht überschritten.

Der Umbau des Feuerwehrhauses in Lütersheim ist eines der größten Projekte im Zuge des Dorfentwicklungsprogramms für die Großgemeinde Volkmarsen, für die ein Rahmen von 750 000 Euro abgesteckt war, wie Bürgermeister Hartmut Linnekugel berichtete. 

So verläuft die Dorfentwicklung

Dabei war nach Abschluss der Dorferneuerung in Ehringen, Külte und Herbsen klar, dass neben Hörle besonders Lütersheim bedacht werden soll. Ortsvorsteher Hartmut Fischer hob bei der Einweihungsfeier die fairen und einstimmigen Beschlüsse der städtischen Gremien und der Steuerungsgruppe der Dorfentwicklung für die Vorhaben in seinem Dorf hervor. 

„Ein stärker zielgerichtetes Vorgehen wäre wünschenswert gewesen und hätte die Bauarbeiten beschleunigt“, resümierte Fischer. Dabei versuchte er vor zahlreichen Gästen aus der Kommunalpolitik und den Vereinen in Lütersheim die Gründe für die ungewöhnlichen Verzögerungen zu beschreiben: „Es gibt keine einfachen Antworten.“ 

Darum gab es Verzögerungen

Das Land Hessen habe im November 2015 den Förderbescheid über 138 000 Euro für das Leitprojekt der Dorfentwicklung in Lütersheim herausgegeben. Doch dann zeigte sich nach den Worten Fischers, dass die Planung mehrfach geändert werden musste. So galt es, die Unfallverhütungsvorschriften beim Umbau des Feuerwehrhauses stärker zu beachten. 

Der Kreisbrandinspektor forderte eine größere Garage für das in Kürze erwartete neue, größere Löschfahrzeug und eine Trennung des Umkleidebereiches von der Garage. 

Wer nutzt das Gebäude?

Der daraus resultierende Anbau erwies sich bei der Einweihungsfeier als vorteilhaft: Der in dem Winkel zwischen dem neuen Anbau und dem vorhandenen Gebäude gewonnene windgeschützte und inzwischen überdachte Platz kann nun für Versammlungen im Freien genutzt werden. Schließlich dient das Kombinationsgebäude offiziell als „Vereinszentrum“.

 Unabhängig von dem Programm zur Dorfentwicklung wurde der Schießstand der Sportschützen aus Eigenmitteln und mithilfe von Zuschüssen für 20 000 Euro renoviert - gerade rechtzeitig zur 50-Jahr-Feier des 15 Aktive zählenden Vereins am 7. und 8. Juli. 

Das gab es an Eigenleistungen

Deren Vorsitzender Friedhelm Michel erwies sich als kompetenter und geduldiger Koordinator., der auch die Eigenleistungen mit rund 30 Helfern steuerte: „Zwei Jahre und 29 Tage“, zählte er und insgesamt 1524 ehrenamtlich geleistete Stunden. Das mache nach Stundenlöhnen im Handwerk einen Betrag von 50 000 Euro aus, sagte Architekt Bernhard Bielefeld. Nicht zuletzt durch den Einsatz sei es gelungen, die Mehrkosten im Rahmen des eingeplanten „Kostenpuffers“ zu halten. 

Die Sportschützen, die trotz der Renovierung an Wettkämpfen teilnahmen, verfügen nun über neue elektronische Trefferanzeigen auf den sieben Luftdruckwaffen-Ständen. Zudem ist geplant, das Schießen mit Lichtgewehren für unter Zwölfjährige anzubieten. 

Wie geht es weiter?

Die Feuerwehr unter Regie von Wehrführer Tobias Michels freut sich ihrerseits über die baulichen Verbesserungen: Vorübergehend waren das Löschfahrzeug und die Umkleidespinde in einer unbeheizten Scheune des früheren Schützenkönigs Bernd Scheuermann-Oehl in der Nachbarschaft sicher untergebracht.

 Auf den letzten Metern haben die Lütersheimer in der Dorfentwicklung den Ortsteilen Hörle und Külte den Vortritt gelassen: Im Höpper-Dorf musste der am DGH abgerutschte Hang neu fixiert werden. Und am Feuerwehrhaus/DGH in Külte konnte kurzfristig eine Scheune abgebrochen und mehr (Park)platz geschaffen werden.

Das wurde im Dorf realisiert

 In Lütersheim, dem Mittelpunkt der Dorfentwicklung , konnte nun das Feuerwehrhaus mit Schießstand saniert werden. 2016 wurde das Haus Dorfstraße 13 abgebrochen, um sodann 2017/18 den Dorfplatz neu zu gestalten. „Da geht noch was“, betonte Ortsvorsteher Hartmut Fischer. Und Bürgermeister Hartmut Linnekugel bekräftigte, dass 2018 das Fachwerk am DGH instand gesetzt und der alte Sandbruch als Festplatz hergerichtet wird. (ah)

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