Verein Rückblende Volkmarsen stellt Konzept für Geschichtsforum vor

Jüdisches Museum geplant

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Eine erste umfassende Dokumentation belegt, dass das jüdische Ritualbad am Steinweg in Volkmarsen im beginnenden 16. Jahrhundert angelegt wurde. Unser Bild zeigt (v.l.): Mathias Kornitzky (Institut für Bauforschung, Joachim Geritzen, Peter Kirschbaum, Ernst Klein vom Verein Rückblende, Elmar Altwasser (IBF) und Denkmalpfleger Dr. Bernhard Buchstab.

Volkmarsen. Pläne für ein Geschichtsforum im Fachwerkhaus Steinweg 24 legte der Vorstand des Vereins „Rückblende - gegen das Vergessen“ am Montagabend vor.  320 000 Euro an Investitionen sind vorgesehen.

Das mit hohem Aufwand sanierte Wohn- und Geschäftshaus birgt im Keller eines der ältesten jüdischen Ritualbäder Hessens.

 Die Eigentümerin will das Gebäude bis zum März 2017 verkaufen, der Verein Rückblende plant den Erwerb des Hauses und den Umzug der Dauerausstellung über jüdisches Leben in der Region vom jetzigen Standort im Haus Dr. Bock an der Kasseler Straße sowie die Einrichtung einer Bibliothek mit Archiv und einen Platz für Forschungsarbeit. Im Erdgeschoss wäre Platz für Lesungen, ein Museumscafe,

500 Jahre altes Ritualbad

Filmvorführungen, Vorträge und wechselnde Ausstellung. Das Kernstück. die über 500 Jahre alte Mikwe im Keller, wäre der Hauptanziehungspunkt. Das Ritualbad wurde 2013 entdeckt. Ziel ist es, so Vorsitzender Ernst Klein, das bisher einzige Museum über das Landjudentum in Hessen zu eröffnen. Das Jüdische Museum in Frankfurt widme sich der urbanen jüdischen Kultur. Klein verspricht sich von dem geplanten Geschichtsforum auch eine Anziehungskraft für Touristen in der Region. (Ausführlicher Bericht in der gedruckten Ausgabe)

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