1. WLZ
  2. Waldeck
  3. Volkmarsen

Junge Bäume in Volkmarsen nach Dürrewochen ohne Chance

Erstellt:

Von: Elmar Schulten

Kommentare

Einige der frisch gepflanzten Eichen und Linden am Feldweg zwischen Volkmarsen und Welda sind schon vertrocknet und müssen ersetzt werden. Offenbar wurden sie in der Dürre zu wenig gegossen.
Einige der frisch gepflanzten Eichen und Linden am Feldweg zwischen Volkmarsen und Welda sind schon vertrocknet und müssen ersetzt werden. Offenbar wurden sie in der Dürre zu wenig gegossen. © Elmar Schulten

„Frisch angepflanzt und schon vertrocknet“, ärgert sich Wilfried Bott, der ehemalige Revierförster und engagierte Naturschützer, wenn er die braunen Kronen der jungen Eichen und Linden sieht, die im vergangenen Jahr entlang des neu ausgebauten Rad- und Feldweges zwischen Volkmarsen und Welda gepflanzt wurden.

Volkmarsen – Es sei doch abzusehen gewesen, dass diese jungen Bäumen noch kein tiefes Wurzelwerk ausbilden konnten, um längere Trockenphasen zu überstehen. Der schmale und buckelige Feldweg war im Zuge der Flurbereinigung im Bereich Mersch erneuert worden. Zum Ausgleich für den Eingriff in die Natur wurden neue Bäume angepflanzt, von denen nun mehrere vertrocknet sind.

Bürgermeister Hartmut Linnekugel stellt dazu fest, dass die Stadt hier weder Bauherr war, noch für die Neuanpflanzungen zuständig gewesen sei. Die Baumaßnahme sei im Rahmen der Flurbereinigung vom Amt für Bodenmanagement in Auftrag gegeben worden. Aus Sicht des Magistrates sei es nicht klug gewesen, den Pflanzauftrag nicht an ein ortsansässiges Unternehmen zu vergeben. Linnekugel: „Ein Ortsansässiger hätte es leichter, die jungen Bäume regelmäßig zu wässern.“

Das war vorherzusehen

So aber sei das beauftragte Gartenbauunternehmen in der Pflicht, im Herbst eine Ersatzpflanzung vorzunehmen. Das sei sicher teurer als regelmäßiges Wässern. Sinnvoll sei es möglicherweise auch, an jeden jungen Baum einen Wassersack anzubringen, der über einen längeren Zeitraum dosiert Wasser an die Wurzeln abgebe.

Das hält man auch beim Korbacher Amt für Bodenmanagement für eine gute Idee. Doch das liege im Ermessen der mit dem Pflanzen und der Pflege der Bäume beauftragten Firma, erfuhr die WLZ vom zuständigen Sachbearbeiter.

„Dass einige Bäume den Sommer nicht überstehen werden, ist bekannt“, hieß es aus dem Amt für Bodenmanagement. Man rechne fest damit, dass die beauftragte Firma im Rahmen der Unterhaltungspflege und der gegebenen Anwachsgarantie im Herbst oder Winter Neuanpflanzungen vornehme. (Elmar Schulten)

Auch interessant

Kommentare