Erzieherin positiv getestet

Katholischer Kindergarten Volkmarsen wegen Corona geschlossen

Eltern fahren mit ihren Kindern an der Corona-Teststation vor der Nordhessenhalle in Volkmarsen vor.
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Eltern fahren mit ihren Kindern an der Corona-Teststation vor der Nordhessenhalle in Volkmarsen vor.

Die katholische Kindertagesstätte St. Marien bleibt bis mindestens Mittwoch, wahrscheinlich noch am Donnerstag geschlossen. Grund ist die Infektion einer Erzieherin mit dem Corona-Virus.

Volkmarsen – Nach dem positiven Testergebnis mussten sich gestern alle 18 von ihr betreuten Kinder an der Station am Kreishaus in Korbach testen lassen. Die Kinder müssen sich wegen der Zugehörigkeit zur Kontaktgruppe Kategorie 1 für 14 Tage in Quarantäne begeben.

Für Angehörige der Gruppe der Kategorie 2 wurden gestern freiwillige Tests an der Nordhessenhalle in Volkmarsen angeboten. Diese führte die Praxis Dres. Nolte Bad Arolsen in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt und Mitarbeitenden des Kindergartens St. Marien aus.

56 Tests wurde vorgenommen, auch Pfarrer Fischer nahm die Gelegenheit zum Testabstrich in Nase und Rachen wahr. Die Teilnehmer fuhren mit dem Auto vor, zweieinhalb Stunden dauerte die Prozedur vor der Halle.

Dr. Valeska Nolte und Heike Scriba vom Gesundheitsamt lobten den Einsatz auch der Mitarbeitenden des Kindergartens. Die Ergebnisse werden frühestens erst am Donnerstag vorliegen, sodass der Zeitpunkt der Wiedereröffnung noch eher ungewiss ist.

Bereits am vergangenen Donnerstag war der Verdacht an der Kindertagesstätte aufgetaucht. Eine Mitarbeiterin hatte sich nach Halsschmerzen sicherheitshalber auf das Corona-Virus testen lassen, das Ergebnis war negativ. Eine weitere Erzieherin klagte über Magenschmerzen, ihr Testergebnis steht noch aus.

Die katholische Kindertagesstätte St. Marien in Volkmarsen ist wegen des positiven Corona-Tests bei einer Erzieherin bis auf Weiteres geschlossen worden.

Eine weitere Erzieherin hat sich zur Sicherheit wegen der Kontakte ebenfalls testen lassen, und das am Samstag mitgeteilte Ergebnis war positiv. Daher wurde die so genannte Schmetterlingsgruppe vorerst für Freitag und Montag gesperrt.

Zusammen mit dem Gesundheitsamt rief Kindergartenleiterin Kathrin Henze Eltern an. Sie selbst ist nun aufgrund der Nähe zur Schmetterlingsgruppe auch zwei Wochen in Quarantäne und wurde ebenfalls gestern in Korbach getestet.

Vorfahren zum Corona-Test am Kreishaus Korbach. Dorthin mussten alle Kinder und Erzieherinnen der Kontaktgruppe Kategorie 1 zum Rachen- und Nasenabstrich fahren.

Zwischen hat sich herausgestellt, dass die Familie der Erzieherin, deretwegen die Quarantäne angeordnet wurde, negativ getestet wurde. Diese und weitere Informationen stellt die Kindergartenleiterin auf die Internetseite der Tagesstätte bereit.

Kathrin Henze ist derweil von zu Hause aus damit beschäftigt, die Krise möglichst effektiv zu bewältigen. „Wenn das im März gewesen wäre, als die Bilder von den vielen Särgen von Covid 19-Toten zu sehen waren, dann hätte ich geweint “, räumt die Kindergartenleiterin freimütig ein.

Jetzt habe sie aber das Gefühl, dass die Situation zu bewältigen sei. Derzeit werden insgesamt über 80 Kinder in vier Gruppen in der katholischen Tagesstätte betreut, einige davon befinden sich in der Eingewöhnungsphase.

Der Kindergarten ist nach dem Notbetrieb im Frühling aufgrund der strengen Corona-Verordnungen dann im Sommer durchgehend geöffnet gewesen.

Das sei zwar für die Erzieherinnen anstrengend gewesen, räumt Kathrin Henze ein. Für die Familien, die im Frühjahr ihre Kinder unter erschwerten Bedingungen daheim betreuen mussten, war das Angebot eine gute Erleichterung. (Von Armin Haß)

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