Festgottesdienst und Feier rund um die Kirche  

Kirchengemeinde Ehringen feiert 1000 Jahre Geschichte

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Ein passendes Geschenk für den Kirchengeburtstag: Pfarrer Kais Scheiding zeigt eine Graphik aus der Hand der Wolfhager Lektorin. Die Umrisse der Kirche sind mit den Worten des „Vater unser“ geschrieben. Foto:

Volkmarsen-Ehringen. Seit mindestens 1000 Jahren gibt es eine Kirche an der Erpe. Die heutige Dorfkirche von Ehringen mit ihrem romanischen Turm und ihrem gotischen Schiff ist wahrscheinlich erst vor 800 Jahren entstanden.

Doch vor 1000 Jahren hat der der damalige Bischof Meinberg ein Dorf Erungun erstmals urkundlich erwähnt. Das war gestern für die Ehringer Grund genug, das 1000-jährige Bestehen ihrer Kirchengemeinde mit einem Festgottesdienst zu feiern. 

Pfarrer Kai Scheiding freute sich über den Besuch des Wolfhager Dekans Dr. Gernot Gerlach und überließ die Kanzel für die Festpredigt bereitwillig dem Vertreter des Bischofs, Prälat Bernd Böttner.

Der erinnerte daran, dass es eigentlich vermessen sei, ein Haus als Haus Gottes zu bezeichnen. Tatsächlich aber seien die Dorfkirchen schon immer eine „Kontaktfläche zwischen Gott und der Welt“ gewesen. Die Kirchen stünden mitten in den Dörfern, prägten das Dorfbild und stünden manchmal auch quer. 

Sie zeigten aber immer, dass Leben mehr sei als Arbeiten und Ruhen, mehr als Kaufen und Konsum. Die Kirche gebe dem Tag, der Woche, dem leben Struktur. Hier komme man zusammen, um Hochzeit, Taufe und Trauer zu feiern.

Vor allem aber sei die Kirche ein Ort, von dem Hilfe ausgehe für Menschen in Not, so Prälat Böttner.

Die Kollekte des Tages war für die Kirchenrenovierung bestimmt, die wahrscheinlich in fünf Jahren finanziert werden kann. Bis dahin muss die Gemeinde 30 000 Euro Eigenanteil aufbringen. Pfarrer Scheiding dankte dem Patron der Kirche, Wittekind Fürst zu Waldeck und Pyrmont, für eine großzügige Spende zu diesem Zweck.

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