Külter Doppelbeschluss für neuen Zweckverband

Erst Volkmarser Wasser, dann Arolser Bier 

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Um mit ihren Beschlüssen Rechtskraft zu erlangen, mussten die Bad Arolser Stadtverordneten aus der Nordwaldeckhalle Külte heraustreten und 150 Meter in Richtung Wetterburg marschieren, denn nur auf Bad Arolser Territorium hat die Stadtverordnetenversammlung Bad Arolsen Entscheidungsbefugnis.  

Volkmarsen/Bad Arolsen. Von dieser Sitzung werden sie ihren Enkeln noch erzählen: Als alle Fakten besprochen waren, packten die Bad Arolser Stadtverordneten in der Külter Nordwaldeckhalle ihre sieben Sachen und machten sich auf den Weg in Richtung Wetterburg. Schon nach 150 Metern markierte ein blauer Pfeil und ein rot-weiß geringelter Pylon die Gemarkungsgrenze.

Auf einem Feldweg zwischen zwei Wetterburger Feldern hatte die Feuerwehr Külte einen Strahler aufgestellt, der den Wanderern den Weg wies. Vor dem Feuerwehrwagen ein Stehtisch für den Stadtverordnetenvorsteher Marko Lambion, der diesen Titel wörtlich nehmen durfte:

Er stand vor seinen Stadtverordneten und eröffnete die ungewöhnliche Sitzung. Alles wurde genau protokolliert von den Bürgermeister-Sekretärinnen Liane Lösekamm und Anke Fischer.

Entscheidung unter freiem Himmel

Der Vorsitzende des Haupt- und Finanzausschusses, Manfred Wicker, trug die Beschlussempfehlung des Ausschusses vor. Bürgermeister Jürgen van der Horst hatte noch eine kleine redaktionelle Änderung im Satzungstext. Und schon konnte abgestimmt werden: „Wer ist für den Antrag? Wer dagegen? Keine Enthaltungen? Damit ist die Fusion beschlossen.“

Die Geburtsstunde der Kommunalen Betriebe Nordwaldeck. Um 20.02 Uhr. Zwei Minuten nach Eröffnung der Sitzung war alles entschieden. Rückmarsch zur Külter Halle. Nach dem Volkmarser Wasser gab es Arolser Bier für alle Volkmarser und Bad Arolser Stadtverordneten.

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