Stadtverordnete sind skeptisch, was Kosten und Nutzen betrifft:

Künftige Volkmarsen-App: Alle technischen Möglichkeiten nutzen

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Die Volkmarser  Stadtverordneten sind skeptisch, was Kosten und Nutzen einer künftigen Volkmarsen-App betrifft, denn eigentlich ist die städtische Homepage schon heute vergleichsweise fortschrittlich aufgebaut.

Volkmarsen. Mehr Transparenz, mehr Bürgerservice und schnelle Antworten auf Alltagsfragen zwischen Bürger und Verwaltung erhoffen sich die Stadtverordneten von einem als „Volkmarsen-App“ umschriebenen Online-Service der Stadtverwaltung.

Auf Antrag der CDU-Fraktion hat das Stadtparlament den Magistrat beauftragt nach guten Online-Lösung zu suchen. Offen ließen die Stadtverordneten, was genau in den Online-Dienst einbezogen werden soll, Pushnachrichten, Antragsformulare, Terminkalender, Mängelrügen oder was auch immer.

„Wenn es am Ende nur darum gehen sollte, Termine von Vereinsveranstaltung weiterzugeben, dann will ich dafür keinen Cent Steuergeld ausgeben“, machte der SPD-Stadtverordneten Arnold Kalhöfer unmissverständlich deutlich.

Vor unverhältnismäßig hohen Kosten warnte auch Hakola Dippel von der AfD.

„Wir wollen diese Stadt für junge Leute attraktiv machen. Die gehen nicht mehr gerne auf eine normale Homepage. Die wollen einen modernen Zugang über eine App“, argumentierte der CDU-Stadtverordnete Tobias Scherf.

Vor einem inflationären Gebrauch des Begriffes „App“ warnte der ULV-Stadtverordnete Florian Bellin-Harder. Es reiche schon schon gutes Online-Angebot. Und davon habe die Stadt Volkmarsen schon eine Menge zu bieten. Das sei allerdings noch ausbaubar. Nicht alles, was neu sei, sei auch automatisch besser, mahnte Thomas Neutze von der FDP: „Wir haben im Rathaus keine Eh-da-Leute und im Haushalt keine Eh-da-Kosten.“ Man müsse nicht um jeden Preis die Faulheit der Internetnutzer fördern.

Für einen grundsätzlichen Prüfauftrag konnte sich auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Bruno Kramer erwärmen: „Erst prüfen. Dann sehen wir weiter.“  

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