Gastronomiebetrieb saniert

Kugelsburg in Volkmarsen als Attraktion für den Tourismus weiter ausbauen

Zur Eröffnung des Restaurants auf der Kugelsburg überreichte Bürgermeister Hartmut Linnekugel dem Pächter-Ehepaar Angelika und Udo Sternberg ein Relief aus Corten-Stahl.
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Zur Eröffnung des Restaurants auf der Kugelsburg überreichte Bürgermeister Hartmut Linnekugel dem Pächter-Ehepaar Angelika und Udo Sternberg ein Relief aus Corten-Stahl.

Knapp drei Millionen Euro investiert die Stadt Volkmarsen 2022 und 2023 in die Aufwertung der Kugelsburg als touristisches Highlight.

Volkmarsen - Die mittelalterliche Kugelsburg ist der Höhepunkt bei Ausflügen in Nordwaldeck. Und als wichtige Attraktion im Tourismus wurden in einem ersten Bauabschnitt die Gaststätte erneuert und ein Servicegebäude für die Besucher der Ruine mit dem herrlichen Rundblick ins Umland gebaut.

900 000 Euro im ersten Bauabschnitt

Anstelle der für den ersten Advent geplanten Einweihungsfeier erlaubte die Corona-Pandemie nur die offizielle Übergabe des Restaurants durch Bürgermeister Hartmut Linekugel an das Pächter-Ehepaar Angelika und Udo Sternberg. Die Mitarbeiter der am Bau beteiligten Firmen und des städtischen Bauhofes, die in hohem Maße Eigenleistungen erbrachten, nahmen gut eine Woche vorher an einer Feier teil und genossen die Küche des Restaurants.

900 000 Euro sind für den ersten Bauabschnitt investiert worden. Restaurant, Servicegebäude (Toiletten und Lager) und eine noch nicht ganz fertiggestellte Zufahrtsstraße mit allen dazu gehörenden Wasser-, Abwasser- und Stromleitungen sind zu 70 Prozent aus dem Programm zur Dorfentwicklung gefördert worden.

Schöne Aussicht aus dem renovierten Anbau der Kugelsburg-Gaststätte.

Das 1975 errichtete Restaurant war 1994 durch einen Anbau mit Ausblick auf die umliegende Gegend erweitert worden. Doch die Gaststätte war in die Jahre gekommen, und aufgrund der Kündigung des Pachtvertrages durch den vorherigen Pächter wurde in den kommunalen Gremien beschlossen, neben der Sanierung des alten Burggemäuers die Gaststätte in einen modernen Stand zu versetzen.

Touristisches Ensemble

„Es ist der Höhepunkt des touristischen Ensembles mit ´Burgschwimmbad und Wohnmobilplatz“, sagte Bürgermeister Hartmut Linnekugel. Zudem laden der Twistesee sowie die Rad- und Wanderwege, die noch weiter ausgebaut werden, zu einem Abstecher zu der Burgruine ein, die die Stadt 1885 kaufte und die sich zu einem beliebten Ausflugsziel entwickelte. „Ein Kleinod“, erklärte Stadtverordnetenvorsteher Burkhard Scheele.

An der Kreuzung von diversen Wander- und Radwanderwegen steht die kugelsburg, im Hintergrund das neue Servicegebäude.

Gastwirt Udo Sternberg schwärmte über die heute öffnende Gaststätte: „Das ist ein Paradies.“ Das Restaurant und der angebaute Nebenraum präsentieren sich hell und freundlich mit neuem gemütlichem Mobiliar und einer neuen Theke. Zudem wurden die Toiletten und die Küche erneuert. Ein rückwärtig angelegter Anbau bietet den Pächtern zusätzliche Lagermöglichkeiten.

Attraktion nicht nur für Wanderer

Die Kugelsburg, das Wahrzeichen von Volkmarsen, wird als Ausflugsziel noch attraktiver gestaltet. Nach der umfassenden Renovierung der Gaststätte und dem Bau eines Servicegebäudes wird im kommenden Jahr die Sanierung des Mauerwerks des Palas und des Turmes begonnen.

Dafür ist eine Million Euro eingeplant. Im übernächsten Jahr wird die Freifläche mit einem Glasdach und einem Boden für Veranstalten ausgestattet. Bürgermeister Hartmut Linnekugel geht von gesamten Kosten von 2,5 bis 2,7 Millionen Euro aus.

Vielseitige Veranstaltungen

Gemeinsam mit der Gemeinde Breuna wird derzeit ein Wanderweg konzipiert, der speziell an die Kugelsburg angebunden wird. Die soll auch als Schnittpunkt von Rad- und Wanderwegen aus dem Umland an Attraktivität gewinnen. Dafür wurde denn auch das Toilettengebäude am Parkplatz errichtet.

Bogenschützen, Veranstalter von Ritterspielen und Open Air-Veranstaltungen, Falkner und anderen kommt das Angebot eines Servicegebäudes für die Besucher entgegen.

Kosten sind gestiegen

Die Kosten für die bisherigen Arbeiten sind auf 900 000 Euro gestiegen. Allgemeine Kostensteigerungen und neue Ansätze für diverse Gewerke mussten eingeplant werden, sodass der ursprüngliche Förderbescheid des Landkreises aus dem Programm Dorfentwicklung von 378 000 Euro von Ende 2020 überholt war. Doch die beschlossenen Planungsänderungen wurden genehmigt, sodass knapp 468 000 Euro als neuer Förderbescheid bewilligt wurden.   (Armin Haß)

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