Feierstunde in der Nordhessenhalle

Kugelsburgschule verabschiedet 48 Schüler aus Haupt- und Realschulzweig

+
Diese 48 Schüler aus zwei Haupt- und zwei Realschulklassen der Kugelsburgschule erhielten am Freitag in der Nordhessenhalle ihre Abschlusszeugnisse. Rektor Arens (3. von rechts) war „geplättet, wie toll Ihr heute ausseht“, und meinte: „das hättet Ihr früher auch schon machen können.

Volkmarsen. Nicht einfach waren die Voraussetzungen für die 48 Schülerinnen und Schüler, die am Freitag von der Kugelsburgschule entlassen wurden. Es wurden Schüler ohne Deutschkenntnisse aufgenommen.

Dazu kam laut Schulleiter Hans-Georg Arens, dass für drei Vollzeit-Lehrkräfte Ersatz geschaffen werden musste. Entsprechend stolz könnten Schüler und Lehrer heute auf ihre gemeinsame Leistung sein. 

„Genießt diesen Tag und wir warten mal ab, was noch kommt“, rief er den Entlassschülern zu. Unter den Hauptschülern erreichte Jonas Quehl mit 2,2 den besten Notenschnitt und Leonie Henze hatte mit 1,2 die beste Durchschnittsnote unter 35 Realschülern. 

Bürgermeister Hartmut Linnekugel schlug den thematischen Bogen zur Fußball-Weltmeisterschaft: „Ihr habt heute schon geschafft, was unsere Nationalmannschaft noch zu erreichen versucht. Ihr haltet heute schon den Pokal in den Händen.“

 Doch die Schulentlassung sei nur ein Etappenziel, mit dem sich neue Türen zu einem neuen Lebensabschnitt öffnen werden. Mit Kant’scher Philosophie hielt es Elternbeiratsvorsitzende, Anett Marscheider, und gab den jungen Leuten mit: „Der Ziellose erleidet sein Schicksal - Der Zielbewusste gestaltet es.“ 

Für jeden einzelnen Schüler hatten die Klassenlehrer zuversichtliche Worte für die Zukunft und man merkte den Pädagogen an, dass sie ein sehr persönliches Verhältnis zu jedem Einzelnen entwickelt hatten. Christof Sperl legte die Vornamen seiner Schüler aus und freute sich über erfolgreich absolvierte Praktika.

 Ingrid Sinemus-Gödecke verglich die Schulzeit mit einer Zugreise im „Kugelsburg-Express“, mit schnellen und langsameren Zügen, Verspätungen, bequemen und weniger komfortablen Sitzen. Als Schafhirtin sah sich Klassenlehrerin Birga Fox. In ihrer Herde waren verspielte, übermütige, streitbare, verträumte und eifrige Schäfchen, die sie in die weite Welt entlasse und denen sie rate, sich vor dem großen, bösen Wolf in Acht zu nehmen. Klassenlehrer Florian Rickert gab jedem seiner 19 Schüler charakterisierende Titel, wie „die Löwin“, „der Zauberkünstler“, „das Schlitzohr“ oder „der Lebenskünstler“. 

An anfängliche Scheu vor großen Mitschülern, Klassenfahrten, Karaoke und liebevolle Versuche, die fehlerfreie Rechtschreibung beizubringen, erinnerte Elise für die Haupt- und Sven für die Realschüler. Blumen und Geschenke gab es von den Eltern und den Schülern für die vier Klassenlehrer. Feuchte Augen bekam Birga Fox, als ihre Schüler ihr eine Gartenbank mit Namensplaketten schenkten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare