Hilfe für Familie in Not geleistet

Lions-Club unterstützt schwerkranken Familienvater in Volkmarsen

Sechs Personen stehen vor dem evangelischen Pfarrhaus in Volkmarsen.
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Spendenübergabe in volkmarsen: Eine Abordnung des Lions-Club Bad Arolsen (von links Bernd Radeck und Stephan Göbel) zusammen mit Tobias und Sabrina Homann, Pfarrerin Britta Holk und Franz Peine (rechts).

„Die Schilderung Ihrer Krankengeschichte hat uns sehr betroffen gemacht. Uns war sofort klar: Da müssen wir helfen.“ So erklärte Stephan Göbel vom Lions-Club Bad Arolsen Christian Daniel Rauch, dass sein Service-Club dem Aufruf von Pfarrerin Britta Holk gefolgt ist und 1000 Euro spendete. Ebenso wie die Lions haben viele Leser des WLZ-Berichtes auf das schwere Schicksal von Tobias Homann reagiert.

Volkmarsen - Der 37-Jährige Familienvater von zwei Kindern im Alter von fünf und 14 Jahren wurde 2019 von der seltenen Autoimmunerkrankung Polyarteriitis nodosa befallen.

Die Krankheit führt dazu, dass der Körper eigene Zellen zerstört. Blutgefäße entzünden sich, bilden sich Knoten und Thrombosen, sodass Gewebe abstirbt. Lebenswichtige Organe sind davon betroffen. Die Krankheit gilt als unheilbar und lebensbedrohlich.

Familie hält zusammen

So setzt Homann, der von einem Tag auf den anderen aus seinem bisherigen Leben gerissen wurde, auf findige Forscher, die ihm und anderen Betroffenen langfristig Aussicht auf Linderung der schmerzhaften Symptome geben können. Kurzfristig aber benötigt die finanzielle Familie Hilfe im Alltag, denn die Erwerbsunfähigkeitsrente, die Homann befristet zugesprochen wurde, ist aufgrund seines jungen Alters sehr gering.

Die Familie hält zusammen. Ehefrau Sabrina unterstützt ihren Mann nach Kräften. „Ohne meine Familie würde ich das nicht schaffen“, sagt der junge tapfere Familienvater, der gerade eine Chemo-Therapie hinter sich hat und gespannt abwartet, wie sein Körper darauf reagiert. Bei besonders schweren Schüben wird Homann mit dem Hubschrauber vom Stadtbruch zur Universitätsklinik nach Göttingen geflogen. In der Nähe steht auch die Klinik in Warburg bereit.

Spendenkonto eingerichtet

Wichtig ist für ihn die Versorgung durch das Palliativnetz Waldeck-Frankenberg, für das der Facharzt Volker Barth in Korbach federführend tätig ist und in Abstimmung mit dem Hausarzt von Homann die Versorgung steuert.

Pfarrerin Holk, die die Familie begleitet und selber mit Geld hilft soweit es nur geht, hat großen Respekt vor Homann Haltung in dieser schweren Lage: „Er kämpft gegen die Krankheit, ist zuversichtlich. Und er sage: Egal, wie’s ausgeht: An mir darf geforscht werden, damit die Mediziner lernen, wie man diese schlimme Krankheit bekämpfen kann.“

Zur Unterstützung der Familie hat die evangelische Kirchengemeinde ein Spendenkonto eingerichtet. Empfänger ist das Kirchenkreisamt Waldeck-Frankenberg IBAN DE31 5206 0410 0001 1001 06 Stichwort: Volkmarsen-T.Homann (Elmar Schulten)

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