Der Kasseler Mädchenbus kommt regelmäßig nach Ehringen

In Ehringen sind Kunstwerke aus der Spraydose entstanden

+
Schildkröten, Delfine und viele Wasserblasen schmücken neuerdings die Wand entlang dem Weg zum Ehringer Schwimmbad. Anna Ahlbach vom Mädchenb us-Team, hinten, neben Ortsvorsteher Gottfried Henkelmann stehend, unterstützte die Aktion mit Lena, die die Mädchen unterwies.  

Volkmarsen-Ehringen. Der „Mädchenbus“ hat ein neues Kunstwerk ins Erpedorf gebracht: Eine Graffiti-Künstlerin aus Kassel hat gemeinsam mit den Ehringer Mädchen für eine bunte Verschönerung am Schwimmbad gesorgt.

Sabine Schreiner, Sozialpädagogin vom Verein „Mädchenbus Nordhessen“ und Fahrerin des beliebten Busses, hat für die jungen Ehringerinnen „Lena“ engagiert. Das ist eine Jugendsozialarbeiterin aus der Kasseler Skatehalle, als solche erfahren im Vermitteln von Fertigkeiten. Und da Lena aus der Kasseler Grafitti-Szene stammt, weiß sie, wie man mit Farbspray-Dosen umgeht und langweilige Betonflächen in große, dauerhafte Kunstwerke verwandelt.

Das Projekt erstreckte sich über zwei Tage, denn für das Gelingen eines gekonnten Graffitis mussten zunächst Motive gesammelt und skizziert werden. Dann übten die Mädchen den Umgang mit der flüchtigen Farbe aus der Dose und lernten die verschiedenen Sprühköpfe für dicke und dünne Linien kennen.

Ortsvorsteher Gottfried Henkelmann war von der Idee sofort überzeugt und unterstützte gern das Engagement des Teams aus dem rollenden Mädchenraum, der seit 1998 zweimal jährlich den Parkplatz an der Erpetalhalle ansteuert. Heute gehört Henkelmanns Enkelin zu den treuen Besucherinnen des Omnibusses. Henkelmann hatte verschiedene Flächen im Erpedorf für die Kunstaktion im Blick und zusammen mit dem Vorstand des Schwimmbadvereins wurde die Wand der Badeanstalt als ideal befunden.

Die Zustimmung vom Ortsbeirat war schnell eingeholt und auch die Stadtverwaltung, der das Gebäude gehört, war rasch überzeugt. Malermeister Jochen Siebert ist ebenfalls Fan des Busses und sorgte für die Grundfarbe blau als Hintergrund für die bunten Bilder.

Der Handwerker stellte auch die Materialien zur Verfügung. Außer den vielen bunten Spraydosen wurden Mundschutzkappen, Handschuhe und reichlich Abklebe-Band gebraucht. Wer jetzt das Ehringer Schwimmbad besucht, kann auf dem Weg zum Eingang die 20 Meter lange, bunten Wasserwelt bewundern. Seepferdchen, Fische, Quallen und Tang wechseln sich mit Walfischen, Delfinen und Schildkröten ab und machen den Gang zur Kasse zu einem kurzweiligen Vergnügen. Für die jungen Ehringer Künstlerinnen ist es eine bleibende Erinnerung an eine kreative Aktion mit dem Mädchenbus und mit „Graffiti-Lena“.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare