Kunstharz-Erzeugnisse

Rinnen aus Volkmarsen entwässern Autobahnen

Von den drei Sparten der Firma Wiebusch in Volkmarsen ist die auf Entwässerungsrinnen spezialisierte Wipoton gegenwärtig besonders gefragt. Martin Köhler erläutert das Programm vor Mitgliedern der CDU Volkmarsen.
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Von den drei Sparten der Firma Wiebusch in Volkmarsen ist die auf Entwässerungsrinnen spezialisierte Wipoton gegenwärtig besonders gefragt. Martin Köhler erläutert das Programm vor Mitgliedern der CDU Volkmarsen.

Wie die Firma Wiebusch mit ihren Unternehmenssparten und 41 Mitarbeitern durch die Corona-Krise kommt, erfuhren die Mitglieder der CDU Volkmarsen bei einer Besichtigung.

Volkmarsen –Der Rundgang war die erste größere Zusammenkunft des Stadtverbands in der Corona-Pandemie, wie Vorsitzender Thomas Viesehon erklärte, im Anschluss fand die Mitgliederversammlung statt.

Seniorchef Dieter Wiebusch, der kürzlich den 80. Geburtstag feierte und vor zwölf Jahren die Mehrheitsanteile an Tochter Nicole übergab, skizzierte die Anfänge, die Firmengründung 1983 am Stadtbruch und den Aufbau der drei Sparten. In der Corona-Krise sichert das Geschäft im Firmenzweig Wipoton das Unternehmen.

Aus Kunstharz werden Entwässerungsrinnen produziert, die im Exportgeschäft besonders stark aus England nachgefragt werden, aber auch in Portugal, Spanien, Irland, Österreich und Belgien.

Stolz ist der Seniorchef, dass die Rinnen auch im Autobahnbau in Deutschland eingesetzt werden, so wurden am Kasseler Kreuz drei Kilometer ausgerüstet und in Hamburg kürzlich 500 Meter. Zudem werden Rinnen auch bei der Sanierung der Arolser Straße in Volkmarsen verbaut.

Bei Wipotec entstehen tonnenschwere, präzis gearbeitet Maschinentische, die hart wie Granit sind und dabei Schwingungen dämpfen. Eingesetzt werden die Erzeugnisse etwa in der Möbelindustrie für Fräsmaschinen.

Wipolit stellt – vereinfacht ausgedrückt – sicher, dass Kanaldeckel nicht mehr klappern. Die Schachtsanierungssysteme umfassen einen Kunstharzmörtel, den „jeder kennt“, wie Wiebusch berichtet, und der hohen Anteil am Umsatz sichert. In dieser Sparte sei Enkel Tom Wiebusch mittlerweile tätig. Zum Einsatz kommt Werkzeug, das Wiebusch selbst konstruiert hat.

In der Corona-Krise verzeichnet Wipotec einen Auftragsrückgang von 46 Prozent bei Präzisionsteilen für den Maschinenbau. Daher wurde Kurzarbeit für gut die Hälfte der insgesamt 41 Mitarbeiter beantragt. Die Belegschaft musste nicht verkleinert werden, wie Wiebusch betonte.

Der Zuwachs an Aufträgen für Wipoton Entwässerungsrinnen beziffert Dieter Wiebusch mit einem Prozent. So beträgt der gesamte Umsatz des Volkmarser Unternehmens in diesem Jahr bis einschließlich August 3,6 Millionen Euro, im September des Vorjahres waren es 3,7 Millionen Euro. (Von Armin Haß)

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