Höhere Baukosten, zusätzliche Garage

Neues Külter  Feuerwehrhaus wird teurer

Das Feuerwehrhaus in Külte soll am Stadtweg in Richtung Volkmarsen neu gebaut, der Gebäudekomplex nebst Dorfgemeinschaftsthaus (rechts) verkauft werden. Foto: Armin Haß

Volkmarsen-Külte – Die Kostensteigerungen beim Feuerwehrgerätehaus in Külte sind zwar ärgerlich, so der Tenor der Aussagen in der Sitzung des Sozial-, Integrations- und Bauausschusses. Doch der Bau einer dritten Garage sei notwendig und die Bereitschaft der örtlichen Wehr zu Eigenleistungen sei beachtlich.

Aktualisierung am 19.9.2019, 8.30 Uhr

Es geht um die erhebliche Kostensteigerung von ursprünglich eingeplanten 300 000 Euro um 215 000 Euro  auf 515 000 Euro allein im Finanzhaushalt 2020. Dieser Anstieg sei zu einem großen Teil Ergebnis der guten Konjunktur, so Bürgermeister Hartmut Linnekugel. Günstigere Preise seien bei den Ausschreibungen von den gut ausgelasteten Betrieben nicht zu bekommen.

Schätzungen veraltet

Die ersten Kostenschätzungen vom August 2018 inzwischen veraltet: Demnach würde der - noch nicht begonnene - Neubau 725 000 Euro kosten, doch inzwischen liegt der kalkulierte Preis bei 930 000 Euro.

Neben den Kostensteigerungen, die die Ausschreibungen aktuell ergeben, kommen 70 000 Euro für eine dritte Garage hinzu, die vom Land nicht gefördert wird, aber sowohl von der Feuerwehr als auch von der Verwaltung für notwendig gehalten wird.

Feuerwehr packt an

Die Feuerwehr hat sich bereit erklärt, diese Kosten durch Eigenleistungen zu decken. Damit könnten der Fahrzeuganhänger und Übungsgeräte unter Dach untergebracht werden. Schließlich haben die Kameraden bereits am Altbau eine dritte Garage aus eigener Kraft angebaut.

Räume für Putzmittel, Stiefelwäsche, für die Ablage verschmutzter persönlicher Schutzausrüsrtung, ein zusätzliches WC, ein Lehrmittel und und ein Heizungsraum sowie die Flure werden zwar ebenfalls nicht bezuschusst, halten aber die Feuerwehr und die Fachleute in der Verwaltung für notwendig. Zudem wird seit neuestem der Einbau einer Einspeisemöglichkeit für Notstrom empfohlen, heißt es in der Vorlage des Magistrates zu dem Thema. Schließlich ergibt sich durch eine aufwändigere Gründung ein Kostenanstieg um 20 000 Euro.

Das zahlt das Land

Das Land Hessen hat bereits per Bescheid 163 000 Euro als Fördersumme bereitgestellt. Aus dem Verkauf des alten Gebäudes und des Grundstücks werden mindestens 120 000 Euro erwartet. Derzeit gibt es zwei Kaufinteressenten.

Durch nicht ausgegebene Mittel 2018 stehen 40 000 Euro und im Haushalt 2019 stehen 305 000 Euro für das Projekt zur Verfügung.

Stolz auf Wehr

Somit müssen für das kommende Haushaltsjahr 215 000 Euro mehr bereitgestellt werden. „Das geht nur über Fremdmittel“, stellte Bürgermeister Linnekugel auf Nachfrage in der Ausschusssitzung fest. Damit wären dann Kredite erforderlich.

Es sei nicht selbstverständlich, was an Eigenleistungen erbracht werde, lobte Klaus Teppe (FWG) den Einsatz der Feuerwehr Külte. „Wir dürfen stolz darauf sein, auch wenn die Mehrkosten die Stadt belasten.“

Stimmen aus dem Ausschuss

Wir haben uns für den Neubau entschieden und bereits den Bewilligungsbescheid bekommen. Jetzt können wir nicht zurück, auch wenn die Kostensteigerungen ärgerlich sind“, sagte Tobias Viesehon (CDU).

„Das ist ein großer Batzen, den die Feuerwehr  aufbringt“, lobte Andreas Flore (SPD). Deswegen tue er sich mit der dritten Garage auch nicht schwer: „Ein Verschieben des Projektes würde noch teurer werden.“

Entscheidung am Mittwoch

Die Stadtverordnetenversammlung soll am Mittwoch entscheiden, ob das Feuerwehrgerätehaus so gebaut wird. Oder ´womöglich, ob die Bauleistungen noch einmal überprüft werden. Die Sitzung beginnt um 19 Uhr in der Nordhessenhalle.

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