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Nordwaldeckisches Unternehmen Opertis perfektioniert elektronische Schließsysteme

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Von: Elmar Schulten

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Gruppenbild mit Dame: Die einzige Frau auf dem Foto präsentiert einen Musterschnitt durch eine Tür mit elektronischem Schließsystem.
Die Nordwaldecker Bürgermeister haben die Firma Opertis an ihrem neuen Standort in Volkmarsen besucht. Von links Dominik Wohl, Diemelstadts Erster Stadtrat Dieter Oderwald, Volkmarsens Bürgermeister Hartmut Linnekugel, Obertyp-Vertriebsleiterin Petra Kroha-Wartlik, Arolsens Bürgermeister Marko Lambion, Opertis-Entwicklungschef Andrej Burski und Twistetals Bürgermeister Stefan Dittmann. © Elmar Schulten

Elektronische Schließsysteme, die auch den hohen Sicherheitsstandards der US-Army, der Bundeswehr und der Flughafenbetreiber in Frankfurt und Berlin entsprechen, produziert die Firma Opertis am Rande des Volkmarser Gewerbegebietes Döngesbreite.

Volkmarsen - Bei einem Firmenbesuch informierten sich die drei nordwaldeckischen Bürgermeister Hartmut Linnekugel (Volkmarsen), Marko Lambion (Bad Arolsen) und Stefan Dittmann (Twistetal) sowie Diemelstadts Erster Stadtrat Dieter Oderwald über das Unternehmen, das einige Jahre auch zur Hewi-Firmengruppe gehörte und bis vor einem halben Jahr mit seinen zehn Mitarbeitern in Bad Arolsen produzierte.

Seit 2016 ist Opertis Teil der spanischen Unternehmensgruppe primion mit Niederlassungen in Belgien, Frankreich und Deutschland. Während die Schwesterfirmen Lösungen zur Zugangskontrolle, Zeiterfassung und integrierten Sicherheit mit Videoüberwachung, Rettungswegetechnik und Brandmeldetechnik liefern, hat sich Opertis auf elektronische Schließsysteme spezialisiert, mit denen sich Türen chipgesteuert öffnen und verschließen lassen.

Individuell einsetzbar

Kernstück sind elektronische Schlösser, die mit Batteriestrom den Verriegelungsprozess steuern. Als Schlüssel fungieren individuell codierte Mikrochips, die von der Schlossantenne ausgelesen werden. Jeder einzelne Chip kann mit unterschiedlichen Zugangsberechtigungen codiert werden. Das System funktioniert auch mit riesigen Gebäudekomplexen mit bis zu 65.000 Türen und 250.000 Transponder-Schlüsseln.

Zu den zufriedenen Kunden von Opertis gehören nicht nur die Deutsche Telekom, die Freie Universität Berlin, sondern auch die Christian-Rauch-Schule in Bad Arolsen sowie die Städte Warburg und Volkmarsen.

Neuer Schlüssel ist schnell programmiert

Nicht ohne Stolz präsentierte Volkmarsens Bürgermeister Hartmut Linnekugel seinen Codeschlüssel, der als Generalschlüssel für alle stätischen Gebäude funktioniert. Und wenn Linnekugel demnächst in den Ruhestand wechselt und dabei vergessen sollte, den Schlüssel abzugeben, dann könnte dieser Schlüssel ganz einfach im Rathaus für ungültig erklärt und ein neuer Generalschlüssel für den neuen Bürgermeister codiert werden.

Diese Funktion gehört zu den großen Stärken des elektronischen Schließsystems von Opertis: Verlorene Schlüssel führen nicht mehr automatisch zu einem großen Schaden, weil alle Schlösser ausgetauscht werden müssen.

Außerdem erlaubt die Schließsoftware je nach Programmierung auch die nachträgliche Kontrolle, wer, wann welchen Raum betreten hat. Die Schlüsselkarten lassen sich mit der firmeninternen Zeiterfassung kombinieren. Selbst die Zugänge zu Druckern oder Kaffeemaschinen lassen sich auf diese Weise individuell steuern und kontrollieren. (Elmar Schulten)

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