Verbindung an Umspannwerk sichert Kontrolle 

Mit Pflug neue Stromtrasse nach Volkmarsen bauen

Eine wichtige Verbindung nach Volkmarsen schafft die Energie Waldeck-Frankenberg. Das Bild zeigt, von links: Thomas Drolshagen, bauleitender Monteur, Geschäftsführer Heinrich Rohde (Baufirma), Stefan Frese, EWF-Sachgebietsleiter, und Thomas Deuerling, Leiter der EWF-Bauabteilung. Foto: Privat

Volkmarsen/Bad Arolsen – Die Energie Waldeck-Frankenberg GmbH (EWF) verbindet in diesem Jahr das Stromnetz in Volkmarsen mit dem Umspannwerk in Bad Arolsen. Die neue Stromtrasse zwischen den beiden Städten hat eine Länge von knapp fünf Kilometern.

Die ersten Bauarbeiten haben Ende April begonnen. Der Energieversorger plant die Maßnahme noch im Spätsommer abzuschließen, wie ein Sprecher dazu mitteilte.

Das sind die Kosten

Die Investitionen in das Stromnetz belaufen sich auf etwa 600 000 Euro. Nach Abschluss der Baumaßnahme ist die Kugelsburgstadt direkt an das Mittelspannungsnetz der Energie Waldeck-Frankenberg angeschlossen.

Aufgrund dieses Anschlusses kann die Netzleitstelle des Unternehmens nicht nur das Ortsnetz überwachen kann, sondern auch das vorgelagerte Mittelspannungsnetz, über das die Stadtteile von Volkmarsen mit Strom versorgt werden.

Überwachung sicherstellen

Damit bei einer möglichen Beschädigung eines Kabels die Stromversorgung weiter funktioniert, wird die Anbindung an das Umspannwerk in Bad Arolsen doppelt ausgeführt. Das Unternehmen möchte damit die Sicherheit der Stromversorgung zusätzlich erhöhen.

Zuständig für die Tiefbauarbeiten sind die beiden Firmen Heinrich Rohde & Sohn aus Sachsenhausen und die Firma Dinger aus Rhoden. Auf der insgesamt knapp fünf Kilometer langen Strecke erfolgt die Verlegung an vier Stellen mittels Spülbohrung.

Kabelpflug im Einsatz

Höhepunkt der Bauarbeiten ist der Einsatz eines Kabelpflugs auf einer Teilstrecke von etwa 1500 Metern zwischen Wetterburg und Volkmarsen. Die Baumaßnahme ist die umfangreichste im Bereich des Netzausbaus, die wir in diesem Jahr haben, erläutert Thomas Deuerling, Leiter der Bauabteilung der EWF.

„Die Verlegung mit dem Kabelpflug spart uns viel Zeit, ist aber nur auf einem Teil der Strecke möglich“, so Thomas Deuerling.. Dort wo bereits Kabel oder Leitungen liegen oder wo die Bodenbeschaffenheit den Einsatz des Pflugs nicht zulässt, sind weiterhin aufwändige Tiefbauarbeiten notwendig.

In einem Zug verlegen

Mit dem Kabelpflug werden die Stromkabel direkt in einem Arbeitsschritt unter der Erde verlegt. Das Fahrzeug, an dem der Pflug befestigt ist, hängt an einem etwa fünf Zentimeter dicken Stahlseil hinter einer Zugmaschine, die es zusammen mit dem Pflug nach vorne zieht. 

Während sich der Kabelpflug in Schrittgeschwindigkeit bewegt, wird das danebenliegende Erdkabel aufgenommen und etwa 1,5 Meter unter der Oberfläche verlegt. Die maximale Zuglast liegt bei 200 Tonnen. 

Arbeiten auch am Gasnetz

"Als  Baufirma haben wir viel Erfahrung beim Einsatz eines solchen Kabelpflugs. Es gibt in ganz Deutschland nur wenige Firmen, die solche Spezialgeräte zur Verfügung stellen", erklärt Heinrich Rohde, Geschäftsführer der Firma Heinrich Rohde und Sohn. 

Umso spannender ist es, so ein Gerät im Einsatz zu haben. Neben dem Bau der neuen Stromtrasse plant die EWF zudem im Stadtgebiet von Volkmarsen zwischen Arolser Straße und Am Stadtbruch auf einer Strecke von 220 Metern den Ausbau des bestehenden Gasnetzes. Auch diese Arbeiten sollen voraussichtlich in diesem Jahr abgeschlossen werden. red

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