Barrierefrei und mit erneuerbaren Energien versorgt

Platz für neue  Wohnungen am Volkmarser Bahnhof schaffen 

Das alte Gewerbeobjekt am Bahnhof Volkmarsen hat die Stadt so gut wie gekauft und will sie nach einem Abbruch durch privater Investor durch Wohngebäude ersetzen lassen. Foto: Armin Haß

 Volkmarsen – Eine  Gebäudezeile am Bahnhof Volkmarsen soll abgebrochen und auf dem Gelände ein Wohnprojekt entwickelt werden. Die Stadtverordnetenversammlung genehmigte die entsprechenden Kauf- und Zuschussanträge und beschloss die Aufstellung eines Bebauungsplanes.

Die Stadt hat inzwischen die Zusage des Landes über die Förderung von Kauf und Abbruch der Gebäude. Dabei handelt es sich um einen ehemaligen Landhandel in Verbindung von Wohnungen, die noch genutzt werden.

Erste Bemühungen 2012

Bürgermeister Hartmut Linnekugel hat sich seit 2012 um eine Umwandlung der unansehnlichen Gebäude parallel zur Bahnlinie und gegenüber einer Wohnbebauung bemüht. Inzwischen liegt der Kaufvertrag und gibt es Gespräche mit Interessenten für die Entwicklung des Geländes, wie Linnekugel im Gespräch mit der WLZ erklärte.

Kurz vor der Stadtverordnetensitzung hat der Rathauschef gegenüber den Anliegern der Straße am Bahnhof die Projektvorstellungen der Stadt erläutert. Linnekugel setzt auf die Schaffung von kleineren Wohnungen in einem oder mehreren barrierefrei gestalteten Gebäuden.

Neue Wohnformen anbieten

Wohnen würden dort Menschen verschiedenen Alters, bei Bedarf könnten Betreuungs- oder Pflegeleistungen hinzu genommen werden. Daher sind auch Gespräche mit Sozialunternehmen im Landkreis vorgesehen. Die Stadt bemüht sich derzeit noch bei der Bahn um einen schmalen Grundstücksstreifen, der mit einigen der vorhandenen Gebäude überbaut wurde.

Diese Gebäude sollen für ein Wohnprojekt am Bahnhof Volkmarsen weichen. Foto: Armin Haß

Der Rathauschef sieht einen wachsenden Bedarf einen kleineren Wohnungen für Alleinstehende oder Paare. Auf dem rund 2600 Quadratmeter großen Gelände böte sich der passende Raum, der durch den Bahnhof und die Bushaltestellen in der Nähe gut an den Öffentlichen Personennahverkehr angebunden ist. Auch die Nahversorgung mit Dienstleistungen und Waren des täglichen Bedarfs ist dort vorhanden.

Anschluss an digitale Infrastruktur

Elektroladestationen, die Anbindung an die digitale Infrastruktur und eine autarke Versorgung über erneuerbare Energien sind angestrebte, jedoch nicht zwingende Details des Projektes.

Mit dem Wohnvorhaben würde das Stadtbild erheblich verbessert und das vorhandene Wohngebiet sinnvoll ergänzt.

Studie geplant

Für die Entwicklung des Gebietes ist eine Konzeptstudie beauftragt worden, der Landkreis fordert jedoch noch die Aufstellung eines Bebauungsplanes. Linnekugel rechnet mit einem Baurecht im Oktober. Einem der zwei Mieter in dem Wohnbereich ist inzwischen gekündigt worden. Die Stadt bemüht sich um Ersatz.

Möglich ist nach jetzigem Stand eine Bebauung mit Bauhöhen, wie sie derzeit bestehen. Ob dieser Rahmen ausgeschöpft werde, hänge von den konkreten Planungen ab, sagt Linnekugel. Das Stadtbild können nur besser werden.

Planungsrecht schaffen

Interessierte, die entsprechenden Wohnraum auf dem Gelände schaffen wollen, sind beim Magistrat nach wie vor willkommen, wie Linnekugel erklärt.

Derzeit werde erst der planungsrechtliche Rahmen für die späteren konkreten Pläne geschaffen.

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