Ruhe an der Gebührenfront

Nachkalkulation in Volkmarsen ergibt: Städtische Gebühren sind kostendeckend

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Die Gebühren für die Müllentsorgung in Volkmarsen werden jedes Jahr nachkalkuliert, um größere Gebührensprünge zu vermeiden.

Volkmarsen. Einmal im Jahr lassen sich die Stadtverordneten von den Finanzexperten im Rathaus vorrechnen, ob die Gebühren für die städtischen Dienstleistungen richtig kalkuliert sind.

Durch die regelmäßige Information sollen Fehlentwicklungen und große Gebührensprünge vermieden werden. Die jüngste Nachkalkulation war am Dienstag Thema im Haupt- und Finanzausschuss. Dabei wurde deutlich, dass im laufenden Jahr keine Gebührenerhöhungen anstehen. 

In einzelnen Bereichen gibt es sogar kleine Überschüsse, die in den kommenden Jahren mit erwarteten Mehrausgaben verrechnet werden sollen. Konkret standen bei der Abfallentsorgung im vergangenen Jahr Einnahmen in Höhe von 526 000 Euro Ausgaben von 477 000 Euro gegenüber. So ergab sich ein unerwarteter Überschuss von 49 000 Euro. 

Vor allem die Gebühren, die die Stadt an den Abfallbetrieb des Landkreises zu entrichten hatte, fielen geringer aus als erwartet. Hintergrund waren geringere Abfallmengen und eine bessere Trennung von Bio- und Papiermüll. Der Überschuss soll aber noch nicht für eine Gebührensenkung verwendet werden. Zur Begründung verwies Bürgermeister Hartmut Linnekugel auf die geplante Neuausschreibung der Müllabfuhr. 

Es sei klug, das Ausschreibungsergebnis abzuwarten. Auch bei der Wasserversorgung ergab sich ein Überschuss von 112 000 Euro, der der Gebührenausgleichsrücklage zugeführt werden soll. Eine ähnliche Rücklage gibt es auch bei der Abwasserbehandlung. 

Mit 125 000 Euro Rücklagenentnahme wurde im vergangenen Jahr das Defizit bei der Schmutzwasserreinigung ausgeglichen. Eigentlich müsste die Gebühr für den Kubikmeter Schmutzwasser bei 3,21 Euro liegen. Die Rücklagenentnahme rechtfertigt aber das Festhalten an der geltenden Gebühr von drei Euro pro Kubikmeter. 

Der Betrieb der sechs Friedhöfe im Stadtgebiet hat 2016 Kosten von 78 000 Euro verursacht. Demgegenüber standen Gebühreneinnahmen von 65 000 Euro bei 17 Erdbestattungen und 38 Urnenbeisetzungen. Damit liegt der Kostendeckungsgrad bei 83 Prozent. Auch hier ist keine Gebührenerhöhung geplant.

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